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Bürgerbad Vohwinkel: DLRG geht im Streit

Bürgerbad Vohwinkel: DLRG geht im Streit

Beim Thema Schwimmaufsicht gab es keine Einigung.

Vohwinkel. Ausgebuchte Kurse, ein steiler Anstieg der Mitgliederzahlen und viele Besucher: Der Förderverein Bürgerbad Vohwinkel könnte sich kaum eine bessere Bilanz der ersten drei Wochen nach der personellen Übernahme des Vohwinkeler Hallenbades wünschen. Die gute Stimmung wird durch das Ende der Zusammenarbeit mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Wuppertal getrübt. Diese wollte sich ähnlich wie der Vohwinkeler STV unter anderem bei der Schwimm-Aufsicht engagieren.

Über den Umfang der Beteiligung war es in den vergangenen Wochen aber zum Streit gekommen. Die DLRG verlässt jetzt mit sofortiger Wirkung das Bürgerbad und verlagert ihre Aktivitäten in die Schwimmoper. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft, aber zu den jetzigen Bedingungen können wir nicht bleiben“, sagt DLRG-Sprecher Christian Dick. Nach seiner Aussage habe es im Vorfeld der Übernahme mit dem Förderverein klare mündliche Absprachen über den personellen und finanziellen Beitrag der DLRG gegeben. Diese seien nach dem Bürgerbad-Start in diesem Monat hinfällig gewesen. „Auf einmal sollten wir das drei- bis vierfache der ursprünglichen Vereinbarung bezahlen — das war einfach nicht machbar“, erläutert der Vohwinkeler DLRG-Schatzmeister Torsten Schäfer.

Von geänderten Absprachen will indes Bürgerbad-Vorsitzender Stefan Jukic nichts wissen. „Weil die DLRG ihre von Anfang an festgelegte Aufsichtszeit von 16 Stunden pro Woche aus personellen Gründen nicht leisten kann, hat sie uns mit der Ermittlung eines finanziellen Ausgleichs beauftragt“, sagt Jukic. Die dabei für den DRLG entstehenden Kosten von rund 8000 Euro pro Jahr seien deutlich geringer als der tatsächliche finanzielle Aufwand, sagt der Vorsitzende des Fördervereins. Er bedauert die Entscheidung der DLRG zum Ausstieg, gibt sich aber selbstbewusst. Jukic: „Wir werden unsere Ziele auch ohne diese Beteiligung erreichen.“ Er beruft sich auf die derzeit ungebrochene Resonanz mit mittlerweile 1600 Mitgliedern.

Zudem bietet der Förderverein des Hallenbades nun 21 Kurse im Bereich Aqua-Sport an, die offenbar zum größten Teil bereits ausverkauft sind. Durch die größere Nachfrage sollen die Öffnungszeiten auch für Nicht-Mitglieder ausgeweitet werden.