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Verkehr: Ausbau der S28 von Wuppertal nach Mettmann verspätet sich um ein Jahr

Verkehr : Ausbau der S28 von Wuppertal nach Mettmann verspätet sich um ein Jahr

Ein Jahr später als geplant soll der erste Zug über die Strecke rollen.

Vohwinkel. Die Vorfreude war bereits groß. Ende dieses Jahres sollten die ersten Züge auf die neue Regiobahn-Strecke gehen. Doch daraus wird nichts. Der Ausbau der S 28 von Mettmann nach Wuppertal dauert deutlich länger, wie die Regiobahn GmbH im Februar bekannt gab. Er wird sich mindestens um ein Jahr verzögern. Für Vohwinkel sind das schlechte Nachrichten. Von der neuen Verkehrsverbindung soll schließlich der Stadtteil profitieren. Dort werden gleich zwei Stationen auf der Regiobahn-Strecke liegen.

Pendler können künftig sowohl den Vohwinkeler Bahnhof, als auch den neuen Haltepunkt Hahnenfurth-Düssel an der Stadtgrenze zu Wülfrath nutzen. Doch noch ist Geduld gefragt. „Realistisch ist ein Abschluss der Arbeiten voraussichtlich Ende 2018, wenn keine unerwarteten Probleme bei der Vergabe der noch zu vergebenen Bauvorhaben auf uns zukommen“, sagte Projektleiter Joachim Korn Anfang des Jahres.

Er verwies auf den enormen Aufwand des Mammutprojekts mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro. Für die geplante Trassenführung der S 28 muss rund eine halbe Millionen Tonnen Material bewegt werden. Außerdem waren dafür umfangreiche Rodungsarbeiten notwendig. Zu den Vorarbeiten gehörte unter anderem eine Brückenkonstruktion in Mettmann. Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen ist für die Regiobahn auch der Artenschutz ein wichtiges Thema. Durch die geplante Elektrifizierung der S28-Trasse muss sichergestellt werden, dass sich die Uhus der angrenzenden Steinbrüche nicht auf den Isolatoren niederlassen können.

Im Oktober kam es dann zu einem Zwischenfall, der jedoch keine weiteren Verzögerungen verursachte: Beim Gleisbau wurde in Hahnenfurth eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Für die Kampfmittelexperten war der Fund eine Standard-Bombe. Anhand der Aufhängung erkannten sie, dass es eine englische Bombe war, eine Gravierung am Zünder nannte als Herstellungsjahr 1943. Red