Arbeiten an Kaiserstraße sollen bald starten

Arbeiten an Kaiserstraße sollen bald starten

Investor Clees will sieben Millionen Euro in Entwicklung des Geländes investieren.

Vohwinkel. Während die Randbebauung am Lienhardplatz sichtbar Fortschritte macht, tut sich beim Projekt auf dem Gebhardtgelände bisher wenig. Nach dem Abriss im vergangenen Jahr türmt sich dort weiterhin ein großer Schuttberg. Das hat bereits für Bürgerkritik gesorgt. Die gute Nachricht: Nach Auskunft der Clees Gruppe gibt es für das Areal an der Kaiserstraße seit einigen Wochen eine Baugenehmigung. Wann es hier tatsächlich losgeht, ist aber noch unklar. Zunächst müssen der Schutt entfernt und Reste der Gebäude abgetragen werden.

„Ich habe nicht das Gefühl, dass hier mit Hochdruck gearbeitet wird“, sagt Karl-Heinz Bartens-Winter. Seine Geschäftsräume liegen direkt gegenüber der Baustelle. „Mehrere Monate lang gab auf der Fläche kaum Aktivitäten“, berichtet er. Bartens-Winter schätzt, dass noch einige Zeit vergehen wird, bis der Bereich für den Bau vorbereitet ist.

Der Investor betont derweil, dass die notwendigen Arbeiten möglichst bald starten sollen. Außerdem verweist er darauf, dass Bürger und Politiker immer eine Priorität der Lienhardplatz-Randbebauung gefordert hatten. „Daran haben wir uns gehalten“, sagt Alexander Clees. Das Unternehmen möchte an der Kaiserstraße einen Kaufland Supermarkt sowie Ärztepraxen, Büros und Einzelhandel realisieren. Vorgesehen ist das auf einer Fläche von 10 000 Quadratmetern. Dafür investiert die Clees Gruppe sieben Millionen Euro.

Neben dem Lienhardplatz wird nach der Fertigstellung des Rohbaus und der Dachkonstruktion bereits der Innenausbau angegangen. Bis zum Spätsommer soll das Gebäude mit 5000 Quadratmetern Nutzfläche bereit für den Einzug sein. „Dieses bedeutende städtebauliche Projekt hat für uns eine hohe Priorität“, betont Investor Alexander Clees.

Die aktuellen Pläne sehen einen Mix aus Wohnraum, Arztpraxen, Einzelhandel und Gastronomie vor. Nach Aussage der Clees Gruppe ist die Resonanz der Mietinteressenten äußerst positiv. Die Firma verspricht außerdem eine attraktive Neugestaltung der Außenanlagen rund um den Stadtplatz. Insgesamt investiert das Unternehmen rund acht Millionen Euro. Angrenzend an das Gebhardgelände geht auch die Entwicklung der Kolk-und-Co-Fläche gut voran. Neben dem Verwaltungsstandort wird ein Aldi Markt mit 1000 Quadratmeter Nutzfläche gebaut. Geplant ist ein Abschluss der Arbeiten zur Jahresmitte.

Die Bauprojekte im Stadtteilzentrum waren auch Thema der vergangenen Vohwinkeler Bezirksvertretung. Die CDU-Fraktion erkundigte sich nach dem Zeitplan für den Abriss der maroden „Klagemauer“, zwischen den Grundstücken von Clees und Kolk. Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD) berichtete von Vermittlungsgesprächen und geht von einer „konstruktiven Lösung“ aus. ebi

Mehr von Westdeutsche Zeitung