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Anwohner wollen Parkplätze am Schloss Lüntenbeck verhindern

Anwohner wollen Parkplätze am Schloss Lüntenbeck verhindern

57 neue Plätze sollen auf einer Wiese entstehen — mit Genehmigung der Stadt. Doch die Menschen im Umfeld sind sauer.

Lüntenbeck. Für Riesen-Ärger bei den Anwohnern sorgen die geplanten Parkplätze in der Lüntenbeck. Entlang des Heuwegs sollen auf einer 900 Quadratmeter großen Fläche — heute eine Wiese, in der viele Frösche leben — 57 Stellplätze entstehen. Die Schloss Lüntenbeck GmbH möchte den Bereich pachten und die Baukosten übernehmen.

Hintergrund ist der akute Parkplatzmangel am Schloss besonders bei Hochzeiten und Tagungen. Ein entsprechender Bebauungsplan für die Stellflächen wurde bereits eingereicht und genehmigt. Allerdings gibt es nach Aussage der Stadt noch offene Punkte beim Wasserrecht.

Das Vorhaben stößt auf erheblichen Widerstand. Zu einem Ortstermin am Dienstagabend kamen rund 150 aufgebrachte Menschen. Sie befürchten mehr Verkehr, Lärm und Abgase. Kritik gibt es auch daran, dass es sich bei der vorgesehenen Parkfläche um ein Landschaftsschutzgebiet handelt. „Wie kann man so etwas genehmigen?“, schimpft Jürgen Behrendt. „Durch die Großveranstaltungen im Schloss müssen wir schon viele Kröten schlucken“, sagt er. Auch Tine Winklewsky lehnt die Parkplätze ab. „Für uns als direkte Anwohner bedeutet das eine Wertminderung unserer Immobilie“, lautet ihre Meinung. Zudem habe es im Vorfeld keinerlei Informationen gegeben.

Schlossherrin Antonia Dinnebier stellte sich beim Ortstermin der Kritik und bemühte sich, die Wogen zu glätten. „Wir haben die Bürgervereine im vergangenen Jahr zu einem Runden Tisch eingeladen und auch über die jetzigen Pläne informiert“, sagt sie. Die Parkplätze brächten keine Belastung, sondern vielmehr eine Entspannung für die Anwohner. „Wir haben besonders bei Hochzeiten Engpässe“, erklärt Dinnebier.

Die Anwohner jedoch bleiben dabei: Man hätte sie und nicht nur die Vereine einbeziehen müssen. „Wir sind erst vor zwei Wochen über die Pläne informiert worden und da war ja schon alles gelaufen“, sagt die Vorsitzende der Siedlungsgemeinschaft Lüntenbeck, Gisela Köthe.