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Alte Post: Baustelle von der Stadt stillgelegt

Alte Post: Baustelle von der Stadt stillgelegt

Bei der Sanierung gibt es Verzögerungen.

Wuppertal. Eine Verzögerung gibt es bei der Sanierung des alten Postgebäudes am Vohwinkeler Bahnhof. Die untere Bauaufsichtsbehörde hat die Baustelle seit Anfang letzter Woche stillgelegt. An der Eingangstür hängt gut sichtbar eine entsprechende Anordnung der Stadt. Der Zugang wurde außerdem offiziell versiegelt. Die Clees Gruppe hatte das denkmalgeschützte Gebäude von der Bahn-Immobiliengesellschaft erworben. Hier sollen auf 900 Quadratmetern Wohnfläche eine Senioren-Wohngemeinschaft und eine Kurzzeitpflegestation entstehen.

Laut Investor ist die jetzige Zwangspause nur vorläufig. „Der Bauantrag ist noch nicht final abgestimmt. Im Moment werden weitere Details geklärt, die zu einer Unterbrechung auf der Baustelle geführt haben“, erklärt Alexander Clees. Die Arbeiten sollen nach seiner Aussage zügig wieder aufgenommen werden. Die Verwaltung will sich aus Datenschutzgründen nicht zum Vorgang äußern.

Man sei mit dem Investor im Gespräch. „Allgemein erfolgt eine solche Versiegelung, wenn etwa Arbeiten laufen, die noch nicht genehmigt wurden“, sagt Sprecherin Martina Eckermann. Auch der Brand- oder Denkmalschutz kann laut Verwaltung in solchen Fällen eine Rolle spielen.

Was genau hier der Grund war, lässt die Stadt offen. Die jetzige Versiegelung des Zugangs genießt in jedem Fall einen hohen Schutz. Eine Verletzung des Siegels hätte strafrechtliche Konsequenzen. Bis es mit der Stadt zu einer Einigung kommt, kann auf der Baustelle daher nicht mehr gearbeitet werden. Der Investor hatte eine Fertigstellung der Räume aber bis April in Aussicht gestellt.

Ob es dabei bleiben kann, ist noch offen. Das Postgebäude wurde 1908 zusammen mit dem Bahnhof erbaut und war zuletzt in einem äußerst schlechten Zustand. Entsprechend aufwendig gestaltet sich die Renovierung. Auch die Gestaltung eines Außengeländes ist vorgesehen.

Die Betreuung der Seniorenwill der Wuppertaler Pflegedienst Wessel übernehmen. Dieser betreibt im Gebhardgebäude an der Kaiserstraße bereits seit dem vorigen Jahr ein Demenzzentrum. Auch hier gehören die Räume der Firma Clees und wurden von ihr ebenfalls saniert.