Zu Besuch im Kräutergarten

Katrin Windgassen-Engel lädt in die Ronsdorfer Anlagen ein.

Ronsdorf. Zu seinem 145. Geburtstag machte Katrin Windgassen-Engel dem Ronsdorfer Verschönerungsverein ein ganz besonderes Geschenk: Inmitten der Ronsdorfer Anlagen, auf dem Kaiserplatz, legte sie einen Kräutergarten an.

Jetzt trägt ihre Mühe sichtbare Früchte: Heute gedeihen dort rund 25 unterschiedliche Pflanzenarten, die in mehreren kleinen Beeten zusammenstehen, darunter Wild-, Heil- und Küchenkräuter wie Löwenzahn, Meerrettich, Majoran, Bärlauch und die Nanaminze — alle beschriftet.

„Den Anfang des Gartens habe ich selbst gelegt, der Rest kam durch Spenden zusammen“, erzählt die Heilpraktikerin aus Ronsdorf. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement will sie zu einer größeren Artenvielfalt im Wald beitragen und auch andere dazu motivieren, es ihr gleichzutun. „Das kann wirklich jeder — dafür muss man kein Botaniker oder Biologe sein,“ betont sie.

Aktuell sucht die Ronsdorferin nach weiteren Spenden für ihren rund 50 Quadratmeter großen Kräutergarten. Benötigt werden: Huflattich, Sonnenhut, Ehrenpreis, Engelwurz, Schlüsselblume, Kamille und der Königsfuß.

Die 50-Jährige bietet regelmäßig interaktive, praxisorientierte Wild- und Wiesenexkursionen an. Dabei lernen die Teilnehmer, Wildkräuter zu erkennen und zu verarbeiten — so zum Beispiel in Form von selbst gemachten grünen Smoothies oder Tee. Viele seien sich der Heilwirkung von Kräutern gar nicht erst bewusst.

Katrin Windgassen-Engel möchte ein Bewusstsein für natürliche Heilmittel schaffen und dazu ermutigen, diese auch zu nutzen. „Wenn man einmal anfängt, sich für essbare Wildkräuter zu interessieren, füllt sich nach und nach der Teevorrat, die Heilkräuterapotheke und die Salatschüssel.“ jas