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SPD wünscht L419-Ausbau in einem Rutsch

SPD wünscht L419-Ausbau in einem Rutsch

Harald Scheuermann-Giskes kandidiert für die SPD in der Bezirksvertretung.

Ronsdorf. Die Ankündigung der SPD, nach den Kommunalwahlen im Stadtrat eine Koalition mit den Grünen anzustreben, sorgt auch für einigen Wirbel in den Bezirken. Harald Scheuermann-Giskes (61), Vorsitzender der SPD in Ronsdorf, ist sich mit dem SPD-Unterbezirksvorsitzenden Dietmar Bell in der kritischen Beurteilung der CDU-Ratsarbeit einig. „Das ist sicher nicht das Optimale“, sagt Scheuermann-Giskes. Auf die Kooperation der Bezirksvertretung Ronsdorf will er diese Kritik jedoch nicht übertragen wissen.

SPD wünscht L419-Ausbau in einem Rutsch
Foto: Fries, Stefan (fr)

„Wir unterscheiden uns in Ronsdorf in den Sachfragen gar nicht so sehr von der CDU. Die Kooperation auf der Arbeitsebene ist gut“, sagt Scheuermann-Giskes, der bei der Kommunalwahl am 25. Mai als Herausforderer von Bezirksbürgermeister Lothar Nägelkrämer (CDU) ins Rennen geht.

Über mögliche Koalitionen in der BV Ronsdorf will Scheuermann-Giskes vor der Wahl nicht spekulieren. Auch nicht darüber, dass er sich eventuell von einer rot-grünen Mehrheit oder einer Dreier-Koalition auf das Schild des Bezirksbürgermeisters hieven lassen könnte. „In der Vergangenheit war es in der BV Ronsdorf jedenfalls immer so, dass die Partei mit den meisten Sitzen den Bezirksbürgermeister gestellt hat“, erklärt Scheuermann-Giskes. Die aktuelle Sitzverteilung in der BV Ronsdorf sieht so aus: CDU (6), SPD (4), Grüne (2), WfW (2), FDP (1).

Zum Thema Ausbau L 419 bezieht die Ronsdorfer SPD eine klare Position. „Wir sind für den Ausbau, so wie er geplant ist, ohne die Tunnellösung — und das nicht erst im Jahr 2025. Beide Bauabschnitte — also auch der Abschnitt, den der Bund von der Erbschlöer Straße bis zur Blombachtalbrücke übernehmen wird, sollten aber gleichzeitig gebaut werden.“

Sorgen bereitet Harald Scheuermann-Giskes, dass einige Läden im Ronsdorfer Zentrum leerstehen. „Das müssen wir im Auge behalten.“ Für die Jugendlichen in Ronsdorf wünscht sich der stellvertretende Bezirksbürgermeister eine Anlaufstelle, die die Jugendeinrichtung Scheidtstraße um Angebote für die Altersgruppe in den Abendstunden ergänzt.