Ronsdorfer Weihnachtsmarkt verbreitet ein „Wir-Gefühl“

Weihnachtsmarkt : Markt verbreitet ein „Wir-Gefühl“

Weihnachtsmarkt auf dem Ronsdorfer Bandwirkerplatz zeigt die große Gemeinschaft.

. Der Ronsdorfer Weihnachtsmarkt bot in diesem Jahr alles, was man in der Vorweihnachtszeit braucht. Ronsdorfer Unternehmen und Privatpersonen füllten den Bandwirkerplatz am Wochenende mit Leben. Angefangen beim TTV Ronsdorf über das ADHS-Team bis hin zur Ronsdorfer Apfelsaftmanufaktur gab es auf dem Markt ein vielfältiges Angebot. Die Apfelsaftmanufaktur um Familie Auer bot etwa Weihnachtspunsch auf Apfelsaftbasis an: „Das wollen wir dem Industrieprodukt entgegensetzen“, erklärte Harald Auer.

Großer Beliebtheit erfreut sich seit zwei Jahren auch die Wunschzettelaktion mit dem Weihnachtsmann. Im Vorfeld des Marktes können Kinder einen Wunschzettel ausfüllen und dann abgeben. 30 dieser Wünsche werden erfüllt. Meist sind es Bücher und Spielzeuge, doch in diesem Jahr hatte Marion Ströker von der Werbegemeinschaft Wir in Ronsdorf einen besonderen Wunsch ausgemacht. „Für mich war der Höhepunkt ein Mädchen, das sich Stoff gewünscht hat, um nähen zu können. Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, erzählte sie. Und Ströker hat schon viele Weihnachtsmärkte in Ronsdorf miterlebt. Seit 15 Jahren gebe es den Markt inzwischen. „Er hat sich etabliert“, so Ströker.

Nicht zuletzt deshalb, weil die Stände fast ausschließlich von Ronsdorfer Unternehmen geführt werden. Der Markt ist sozusagen von Ronsdorfern für Ronsdorfer und überzeugt vor allem durch das Wir-Gefühl. Daran konnte auch das ungemütliche Wetter nichts ändern. „Gegen das Wetter können wir schließlich auch nichts machen“, sagte Anke Heinrich von Heinido. Sie verkaufte selbstgemachten Schmuck, vor allem aus Aluminium. Ursprünglich kommt Heinrich zwar aus Dortmund, aber sie freut sich seit vier Jahren immer wieder auf den Ronsdorfer Markt: „Ich mag kleine Märkte.“

Die Händler, die keinen Stand auf dem Bandwirkerplatz hatten, warben am Sonntag auf andere Weise für sich und ihre Projekte – beim verkaufsoffenen Sonntag. Daran beteiligte sich etwa auch die Weinhandlung Oellingrath, die aber auch mit einem Stand vertreten war. Besucher, die davor stehen blieben, erfuhren vom geplanten Weinberg in Wuppertal. Noch sei es möglich Rebstockpate zu werden, um das Projekt, das auch in Wein- und Kulturfesten münden soll, zu unterstützen. Der erste eigene Wein sei für 2021 geplant.

Weihnachtsmann verteilt Spekulatius an die Besucher

Bis dahin durften sich die Besucher an Glühwein, Waffeln und Kuchen vom Stand der Werbegemeinschaft laben. „Unser Glühwein gehört jedes Jahr dazu“, so Marion Ströker. Ebenso wie die selbstgemachten Marmeladen, Kekse und Liköre am Stand des Heimat- und Bürgervereins.

Etwas ungewöhnlicher waren da schon die Artikel, die Drechsler Jörg Windgasse anbot. An seinem Stand gab es Schalen, Zauberstäbe und andere Handwerksarbeiten zu bestaunen und kaufen. Das Interesse war groß – wie auch an den anderen Ständen, wie dem des Weihnachtsmannes. Ströker hatte sogar Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes beim Mann mit dem weißen Bart und dem roten Mantel entdeckt und berichtete: „Er ist sehr lange geblieben und hat auch ein Geschenk bekommen.“ Ein Geheimnis, was es war, ist es nicht: „Der Weihachtsmann hatte Spekulatius für die Gäste dabei“, weiß Ströker.

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