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Patientin zu schwer: Retter holten den Kran

Patientin zu schwer: Retter holten den Kran

Feuerwehreinsatz an der Reinshagenstraße dauerte vier Stunden.

Wuppertal.Komplizierter Rettungseinsatz an der Reinshagenstraße in Ronsdorf: Am Donnerstag um 21 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein: Im Obergeschoss eines Wohnhauses bräuchte eine Frau Hilfe. Die Besonderheit: Der Patient wiege 350 Kilo, hieß es am Telefon.

Wenig später war die Feuerwehr vor Ort. Und schnell war klar, dass die Patientin nicht auf dem üblichen Weg durchs Haus zum Rettungswagen gebracht werden kann. Acht Männer wären nötig gewesen, um die Frau von Hand zu tragen — doch dafür ist das Treppenhaus zu klein. So entschlossen sich die Retter für den Transport durch ein Fenster im Obergeschoss des Hauses.

Dafür musste allerdings ein Kran mit Spezialsicherung her. Deshalb schaltete die Wuppertaler Feuerwehr ihre Kameraden aus Solingen ein, die wenig später auf der Reinshagenstraße ihren Kran in Stellung brachten.

Die Höhenretter der Feuerwehr sorgten dann dafür, dass die Patientin — zwischenzeitlich hatte sich bereits eine Notärztin um die Frau gekümmert — sicher den Boden erreichte.

Doch dann musste die Feuerwehr erneut um Amtshilfe bitten. Diesmal bei den Rettern im Ruhrgebiet. Grund: Für den Transport der Frau ins Krankenhaus haben die Wuppertaler keinen geeigneten Wagen. Einen sogenannten Schwerlastrettungswagen haben aber die Dortmunder in ihrem Fuhrpark. Mitten in der Nacht fuhr der Wagen an der Reinshagenstraße vor. Um kurz nach 1 Uhr meldete die Feuerwehr: „Einsatz beendet“, — nach vier Stunden.