Offene Gartenpforte: Leidenschaft fürs eigene Grün

Offene Gartenpforte: Leidenschaft fürs eigene Grün

Beim Tag der offenen Gartenpforte haben Ricarda und Holger Woikowsky ihr Paradies gezeigt.

Ronsdorf. Zahlreiche farbenprächtige Rhododendren, Azaleen, Obstbäume, Teiche, Ruhezonen und ein großer Teich haben am Wochenende zahlreiche Besucher in den 2000 Quadratmeter großen und parkähnlichen Garten von Holger und Ricarda Woikowsky in Ronsdorf gelockt. Um 11 Uhr vormittags stürmten die ersten Gäste den Garten der Eheleute. Ricarda Woikowsky sagte: „Es ist schön zu zeigen, was man hat und außerdem können sich die Besucher Ideen holen.“ Das gartenbegeisterte Ehepaar macht bereits seit vier Jahren bei der Offenen Gartenpforte mit.

Der Garten an der Lüttringhauser Straße ist sehr naturnah angelegt. Er beherbergt eine besondere Rosenform aus den 50er Jahren, ein Insektenhotel und zwei Wendeltreppen aus der Historischen Stadthalle. „Ich habe damals in der Stadthalle gearbeitet. Die Treppen sollten weggeschmissen werden — dagegen protestierte ich natürlich und nahm sie kurzerhand mit nach Hause“, erklärt Ricarda Woikowsky.

„Für mich ist der Garten von der Anlage und Größe her ein Traum“, sagte Matthias Halbach, ebenfalls Aussteller.

Angelika Hill wollte sich inspirieren lassen. „Wir haben auch einen großen Garten und holen uns hier Tipps. Vor allem der gelbe Mohn fasziniert mich, da er nicht oft zu sehen ist. Außerdem wird man hier immer nett empfangen.“

Das Ehepaar aus Ronsdorf hält es für selbstverständlich Kaffee, Tee, Saft, Wasser und Kekse anzubieten. Seit dem Wochenende gibt es auch einen „offenen Bücherschrank“. Besucher können Bücher, die sie nicht mehr brauchen, mitbringen und sich wiederum Bücher mitnehmen, die ihnen interessant erscheinen.

„Man sieht, dass hier Leidenschaft drin steckt“, sagte Birgit Donath über den Garten. Und das stimmt: Ricarda Woikowsky arbeitet täglich zwei bis drei Stunden in ihrem Garten und wird dabei von ihrem Mann und ihrer Tante unterstützt. Das Ehepaar wohnt seit 16 Jahren an der Lüttringhauser Straße — am Anfang gab es dort nur ein Beet. Das hat sich in den vergangenen Jahren jedoch drastisch verändert. Der Garten der Woikowskys wird mit Sicherheit weiter gedeihen, und nächstes Jahr werden die Besucher wieder viele neue Entdeckungen machen.

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