Klage abgewiesen: Hausbau am Rädchen soll weitergehen

Klage abgewiesen: Hausbau am Rädchen soll weitergehen

Die Gegner der Neubauten sind mit ihrem Protest vor Gericht gescheitert.

Ronsdorfer. Es soll weiter gehen, das Bauvorhaben Rädchen in Ronsdorf — entgegen aller Proteste.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Klage einiger Grundstückseigentümer zum Hausbau abgewiesen. Was die Investoren freuen dürfte, ist eine herbe Niederlage für die Kritiker der Neubauten: Lange hatten sich die Gegner des umstrittenen Wohnhausprojekts gewehrt, Unterschriften gesammelt, sich an Bezirksvertretung und Rat gewandt. Trotz der massiven Gegenwehr ist das Bauvorhaben Rädchen auf den Weg gebracht worden, die Rohbauten stehen bereits.

Auch nachdem die Ratsmehrheit aus CDU und SPD sich für den Fortgang entschieden hatte, dauerte der Widerstand weiter an. Zuletzt hatten einige Grundstückseigentümer versucht, beim Oberverwaltungsgericht mit einer sogenannten Normenkontrollklage gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan vorzugehen — mit der Begründung persönlicher Beeinträchtigung. Doch sie sind mit ihren Argumenten gescheitert, was Haimo Bullmann vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz im Gespräch mit der WZ bedauert: Die Klage sei abgewiesen worden, die Grundstückseignerwürden nicht in ihren Eigentumsrechten beeinträchtigt. ,,Es ist ein Trauerspiel.“

Die Gegner reklamieren auch, dass eine aufgelockerte Bebauung angekündigt gewesen sei, die den Blick in die Landschaft ermögliche. Doch tatsächlich würden große, viel zu massive Häuser entstehen, die wie eine „Sperre“ wirkten, sagt Haimo Bullmann. „Das empfinde ich als sehr problematisch.“ Der Bedarf der geplanten Wohnhäuser an dieser Stelle war von den Kritikern stets angezweifelt worden. Bei ihrem Protest ging es ihnen auch um die Ratsentscheidung gegen das Votum der Bezirksvertretung Ronsdorf und um die ihrer Ansicht nach „Missachtung des Bürgerwillens“ — so lauteten seinerzeit die Vorwürfe der Initiative Bündnis Heusiepen, einem Zusammenschluss von Anwohnern.