Joey Kelly macht sich in Ronsdorf stark für benachteiligte Kinder

Joey Kelly macht sich in Ronsdorf stark für benachteiligte Kinder

Zwei Ausdauersportler organisierten Benefiz-Aktion.

Ronsdorf. Es herrscht Volksfestatmosphäre auf dem Parkplatz des Bandwirkerbades. Es gibt Cocktails für die Besucher, die sich am strahlenden Sonnenschein orientieren, und heiße Würstchen für jene, die nach den Temperaturen gehen. Drei seltsame Gefährte stehen bereit, Free-Crosser. Daneben Maik Kaufmann und Martin Cieklinski von „Sportler helfen“ sowie Joey Kelly, der die Schirmherrschaft der Aktion übernommen hat.

Ein Free Crosser sieht aus wie Nordic Walking auf Rädern — zwei vorne, eins hinten. Gelenkt wird durch Gewichtsverlagerung. Fünf Stunden wollen Kaufmann und Cieklinski einen Free Crosser für einen guten Zweck in Bewegung halten. Kaufmann fängt an, die Zuschauer zählen laut den Countdown mit. „Drei, zwei, eins, los“ — Kaufmann dreht die ersten Runden.

54 Sponsoren haben die Organisatoren überzeugen können, pro gefahrener Stunde zehn Euro zu spenden. Sowohl Firmen als auch Privatleute sind dabei. Das Geld soll Kindern helfen, deren Familien es sich sonst nicht leisten könnten, im Sommer an einer Ferienfreizeit der Freien evangelischen Gemeinde Ronsdorf im Harz teilzunehmen.

Und wie kam Joey Kelly, Ex-Mitglied der „Kelly Family“ und Extremsportler, dazu? „Maik und Martin sind meine Freunde. Wir haben uns bei ,24 Stunden Duisburg’ kennengelernt. Wir lieben es, sinnlose Rekorde aufzustellen. Als sie gefragt haben: ,Willst du den Startschuss abgeben?, hab’ ich gesagt: ,Mach ich.’“

Während Joey Kelly CDs signiert, erzählt Maik Kaufmann, der mit Martin Cieklinski für die Mountainbike-Abteilung des RV Adler Lüttringhausen startet, von der Aktion „Sportler helfen“. „Wir lieben durchgeknallte Ideen. Unsere Aktionen kommen immer Kindern zugute. Und sie haben immer einen Bezug zur Region. Man muss nur die Augen aufmachen, um zu sehen, wo man gebraucht wird.“

Auf dem Parkplatz hat sich der erste Zuschauer zur Probefahrt mit einem Free Crosser gewagt. Weitere Wagemutige folgen, manche fahren mit ihren Kindern „Tandem“, was den beiden Dauerfahrern Cieklinski und Kaufmann manches spontane Ausweichmanöver abverlangt. Immer wieder kommen Zuschauer dazu. Runde um Runde bewegen auch Kaufmann und Cieklinski ihren Free Crosser. Die beiden haben einen langen Atem — und ein großes Herz für Kinder.

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