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Eine Kur für den Lichtscheider Wasserturm

Eine Kur für den Lichtscheider Wasserturm

Erste Betonstücke drohten bereits abzufallen. Die Sanierung der WSW soll noch bis Anfang November dauern. Kosten: 30 000 Euro.

Lichtscheid. Er prägt die Silhouette des südlichen Wuppertaler Stadtgebiets seit mehr als 40 Jahren, jetzt ist es Zeit geworden für ein dringend gebotenes „Facelifting“. Die Sanierung des Wasserturms Lichtscheid hat vor kurzem begonnen. Der Schaft des Turms ist mittlerweile komplett eingerüstet, an dem Wasserspeicher befindet sich ein fahrbares Außengerüst, das sich um das Oberteil des Turmes bewegen kann. Mit einem Außenaufzug kann Material für die Bauarbeiten nach oben transportiert werden. Die Netze, die zur Sicherung vor herabfallenden Betonstücken dienten, wurden mittlerweile abgenommen.

Die Bauarbeiten beschränken sich auf die komplette Außenhülle, dort sollen schadhafte Stellen erneuert werden. Die Farbe soll mit einem Sandstrahler entfernt und anschließend der Wasserturm neu gestrichen werden, auch Arbeiten am Dach stehen an. Der Turm wird während der gesamten Baumaßnahme in Betrieb bleiben, die Wasserversorgung ist nicht beeinträchtigt. „Die Kosten liegen bei rund 30 000 Euro“, sagt der Sprecher der Wuppertaler Stadtwerke (WSW), Holger Stephan. Die Bauarbeiten sollen etwa drei Monate dauern und Anfang November beendet sein. Ursprünglich hätten die Arbeiten schon im vergangenen Jahr umgesetzt werden sollen, da es jedoch „verschiedene Ansätze“ zur Sanierung gegeben habe, sei die Maßnahme erst jetzt begonnen worden, erklärt der WSW-Sprecher auf WZ-Anfrage.

Die Arbeiten waren beschlossen worden, nachdem Mitarbeiter der WSW Ende September 2015 den Turm überprüft hatten. Die letzte Prüfung davor hatte vier Jahre zurückgelegen. Bei der Routinekontrolle waren Ingenieure der WSW mit einem Hubsteiger an dem Turm hochgefahren. Diese Art der Überprüfung ist nötig, weil es an der Außenhülle witterungsbedingt zu Beschädigungen kommen kann, die nur aus direkter Nähe erkannt werden können. Bei dieser sogenannten Sichtprüfung stellten die WSW-Mitarbeiter denn auch Schäden an der Betonhülle fest.

Da die Gefahr bestand, dass Teile der Außenhülle herabstürzen könnten, wurde der Bereich vorsorglich abgesperrt. Die WSW sicherten den Turm mit Netzen ab, damit niemand durch herabfallende Betonstücke verletzt wurde. Zwischenzeitlich wurden auch ein provisorisches Tunnelgerüst gebaut sowie eine Zufahrt zum Wasserturm gesperrt. Nach der Sicherung durch die Netze konnten die Sperrungen Ende Februar vergangenen Jahres aufgehoben werden.

Der Wasserturm Lichtscheid wurde 1975 gebaut. Der Turm ist mit Antenne 58 Meter hoch und gilt mit 350 Metern als höchste Erhebung im Stadtgebiet. Er fasst rund 1540 Kubikmeter Wasser und versorgt die Stadtteile Ronsdorf, Bereiche Lichtscheids bis zur Unteren Lichtenplatzer Straße sowie Teile von Cronenberg. Gespeist wird er von dem Wasserwerk Herbringhausen.