Wuppertal: Beachparty am Ascheweg: Veranstalter ist sauer

Wuppertal : Beachparty am Ascheweg: Veranstalter ist sauer

Die Polizei beendet eine Beachparty an zwei Tagen Ende Juli gegen 22 Uhr. Eisdielenwirt Paolo Murrai fühlt sich ungerecht behandelt.

Ronsdorf. Sand unter den Füßen, ein paar Liegestühle, Musik, Cocktails, Bier und ein lauer Sommerabend — die Voraussetzungen waren gut für eine schöne Strandparty. Zu der hatte Eisdielenwirt Paolo Murrai am 28. und 29. Juli geladen und dafür den Parkplatz hinter seinem Lokal am Aschweg hergerichtet. Doch sowohl am Freitag als auch am Samstag beendete die Polizei gegen 22 Uhr das gesellige Beisammensein. Ungerechtfertigt, sagt Paolo Murrai.

Das Fest war am Freitagabend im vollen Gang, als die Polizei ankam, auf die Uhrzeit verwies und verlangte, dass die Musik ausgestellt wird. „Wir hatten uns ein bisschen verspätet“ — Paolo Murrai räumt ein, dass die Musik etwas länger lief als erlaubt. Nach Angaben der Polizei war sie gegen 22.40 Uhr wegen lauten Lärms gerufen worden.

Murrai versichert, sie hätten die Musik sofort ausgemacht. Die Polizei habe aber zudem verlangt, dass der Platz geräumt wird. „Sie sagten, dass wir im Café weitermachen sollten, aber da passen nur 70 Leute rein“, so Murrai. Sie hätten die Leute dann nach Hause geschickt. Am Samstag erschien die Polizei erneut, laut Polizeibericht gab es um 21.10 Uhr eine Beschwerde. Die Beamten forderten auf, pünktlich um 22 Uhr den Platz zu räumen.

„Leider“, sagt dazu Heinz Günther, der die Party mit Paolo Murrai organisiert hat. „Die Stimmung war auf dem Höhepunkt.“ Da habe keiner Lust gehabt, nach Hause zu gehen. Viele seien enttäuscht und verärgert gewesen, hätten die Auflösung „unverschämt“ gefunden. Er findet: „Das war überzogen von der Polizei.“ Er verweist auf Veranstaltungen wie den Liefersack oder das Weinfest, bei denen Besucher auch bis Mitternacht blieben.

Murrai ist der Meinung, dass die Beachparty bis 24 Uhr hätte dauern dürfen: „Man hat mir gesagt, Musik bis 22 Uhr, Ausschank bis 24 Uhr.“ Für diese Genehmigung habe er auch gezahlt. Und auch Günther sagt: „Das war im vergangenen Jahr genauso.“

Von der Stadt heißt es aber: „Der Veranstalter der Beachparty in Ronsdorf hatte in der Tat eine Sondergenehmigung, und zwar bis 22 Uhr. Das ist nach dem Landesemissonsschutzgesetz die Regel bei öffentlichen Veranstaltungen. Ausnahmen bilden lediglich Volksfeste wie der Ronsdorfer Liefersack, dann kann eine Sondergenehmigung bis 0 Uhr beantragt werden.“

Murrai und Günther ärgern sich — auch über die Einnahmeverluste. Sicher wäre noch das eine oder andere Bier über die Theke gegangen. Paolo Murrai hat die Nase voll: „Ich mache das nicht noch einmal. Man hat so viele Probleme.“