Bandwirker-Bad: Das Geld reicht noch für ein halbes Jahr

Bandwirker-Bad: Das Geld reicht noch für ein halbes Jahr

130 Gäste diskutierten die Zukunft des Schwimmbads.

Ronsdorf. Seit Anfang des Jahres beteiligt sich die Stadt Wuppertal nicht mehr an den Betriebskosten für das Bandwirker-Bad in Ronsdorf. Der Förderverein zur Erhaltung des Bades steht damit vor einem Problem: Wie sollen die sechsstelligen Kosten aufgebracht werden? Darüber diskutierten am Mittwochabend zehn Vertreter von Stadt und Vereinen vor 130 Vereinsmitgliedern und Gästen.

Der erste Teil der Diskussion war dabei mit der Fragestellung „Braucht Ronsdorf das Bandwirker-Bad?“ grundsätzlich gehalten. Doch auch hier gab es unterschiedliche Meinungen. Während die Vereinsmitglieder das Schwimmbad naturgemäß für unersetzlich halten, erklärte Sportdezernent Matthias Nocke, dass man das Bad zum Erhalt des Schwimmunterrichts in Schulen nicht benötige. Die längeren Anfahrtszeiten in andere Bäder könnten die Schulen durch die Einplanung von Blockunterricht in den Stundenplan auffangen, so Nocke.

Kurt Reiswig von der DLRG betonte zudem den sozialen Aspekt des Schwimmens: „Es kommen viele Fünf- und Sechsjährige zu uns, die sich nicht selbstständig umziehen oder duschen können. Auch hier leisten wir Arbeit.“

Im zweiten Teil der Diskussion ging es dann um die Finanzierung: 140 000 Euro pro Jahr an Betriebskosten gibt die Stadt für das Schwimmbad an. Auch wenn der Förderverein diese Kosten senken kann, wird wohl ein sechsstelliger Betrag übrig bleiben. Wie groß die Finanzierungslücke genau ist, wird der Verein bei einer Mitgliederversammlung am 26. Februar bekanntgeben.

Unabhängig von der Höhe der Summe, die der Verein einnehmen muss, soll die Finanzierung wohl auf mindestens drei Säulen stehen. Weiterhin werden natürlich Spenden gesammelt — aktueller Spendenstand: knapp 17.000 Euro. Hinzukommen sollen Einnahmen aus Werbung und Veranstaltungen. „Wir richten momentan Werbeflächen im Bad ein“, sagte Thomas Heider, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft.

Eine gute Nachricht konnte Heider trotz der wagen Finanzierungspläne verkünden: „Dank Firmen- und Privatspenden haben wir genug Geld, das Bad noch fünf bis sechs Monate zu betreiben.“

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