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Endlich: Ein Notarzt für die Südhöhen

Endlich: Ein Notarzt für die Südhöhen

Ab Juli wird in der Wache auf Korzert für den Notfall gebaut. Ab Dezember sind die Südhöhen dann besser versorgt.

Küllenhahn. Gute Nachrichten für die Wuppertaler Südhöhen: Im Juli wird auf der Feuerwache Korzert Platz geschaffen für den fest installierten dritten Notarzt. Nächste Woche soll das Bauprojekt an der Nordseite der Wache — Kostenpunkt: 350 000 Euro — per Dringlichkeitsentscheidung im Ausschuss für Schutz und Ordnung auf den Weg gebracht werden. Baubeginn soll demnach schon im Juli, Bauende im Dezember dieses Jahres sein.

Wuppertals Feuerwehrchef Siegfried Brütsch: „Mit diesem Projekt werden die Südhöhen deutlich besser versorgt.“ Hintergrund: Ursprünglich standen täglich und rund um die Uhr jeweils ein Notarzt in Elberfeld und Barmen in Bereitschaft. Schon seit Juli 2010 ist der dritte Notarzt für Wuppertal von Korzert aus unterwegs. Allerdings bislang „nur“ von 7.30 bis 19.30 Uhr. Dieses Provisorium wird Ende des Jahres zur festen räumlichen Einrichtung samt Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft.

Die Planer wollen aus gutem Grund schon im Dezember fertig sein: Besonders im Winter ist die Lage auf den Südhöhen deutlich angespannter als anderswo in der Stadt, was sich in höheren Einsatzzahlen niederschlägt.

Wie berichtet, hatte Brütsch schon 2010 Alarm geschlagen: „Die Einsätze des Notarztes auf den Südhöhen sind überwiegend nicht zeitgerecht“, ließ er die Politiker wissen. Dass Bedarf für den dritten Notarzt besteht, ist ohnehin unstrittig. Pro Jahr gibt es knapp mehr als 10.000 Notarzt-Einsätze beziehungsweise -Anfahrten in ganz Wuppertal. Ein hohes Niveau.

Das sehen die Krankenkassen genauso und beteiligen sich an der Finanzierung des dritten Notarztes: „Die Gesamtkosten des Projekts fließen in die Gebührenkalkulation für den Rettungsdienst ein“, heißt es in der Drucksache für die Ausschusssitzung am kommenden Dienstag (16 Uhr, Kantine der Hauptfeuerwache an der August-Bebel-Straße 55).

Das Korzert-Projekt hat noch weitere Auswirkungen. Mit der Stationierung des dritten Notarztes werden im „städtischen Haushalt eine zusätzliche, überwiegend durch Gebühren finanzierte Funktionsstelle eines Rettungsdienstassistenten geschaffen (. . .) und vier neue Planstellen bei der Feuerwehr eingerichtet“, heißt es im Verwaltungspapier. Und: Das Projekt steigere die Attraktivität des Standortes Wuppertal.