Zuversichtlich ins neue Jahr

Der Dönberg lud zum Neujahrsempfang. Auch die CDU in Ronsdorf und Vohwinkel stimmte auf 2013 ein.

Stadtteile. Am Sonntag wäre August Oetker 150 Jahre alt geworden. Und dessen Idee mit dem Backpulver, dass sei schon eine riesen Idee gewesen, erinnerte Marc d’Avoine, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Dönberg, an den großen Unternehmer. „Wann haben Sie denn einmal eine gute Idee?“, schoss er anschließend eine Spitze in Richtung Hans-Joachim Lüppken. Und da musste auch der Vorsitzende des Bürgervereins Dönberg schmunzeln. Dass sich d’Avoine und Lüppken, die sich sonst bestens verstehen, mit Worten duellieren, gehört beim Neujahrsempfang auf dem Dönberg zum guten Ton — und sorgt in der stets proppenvollen Feuerwehr-Halle für Stimmung.

Eine gute Idee habe er ja gehabt, hielt Lüppken dagegen. Und zwar, dass der Bürgerverein sich weiter für den Rad- und Gehweg vom Ibach bis zum Ende der Horather Schanze einsetzt, wofür er auch ein Lob von d’Avoine einheimste. Pech nur, dass einige Anwohner einen Teil ihrer Grundstücke nicht verkaufen wollen, so Lüppken. „Bleiben Sie am Ball, vielleicht feiern wir ja nächstes Jahr hier die Eröffnung“, blieb d’Avoine optimistisch.

Auch Peter Jung reihte sich in die launigen Reden ein. „Einen Vorteil haben Sie ja: Auf diesem Weg gibt es nachweislich keine Fledermäuse“, betonte der Oberbürgermeister, der das Engagement des Bürger- und des Fördervereins stellvertretend für das Ehrenamt in Wuppertal lobte.

Es sei ein facettenreiches Jahr mit Höhen und Tiefen gewesen: „Und trotzdem kann die CDU ja nicht alles falsch gemacht haben“, sagte Kurt von Nolting, Vorsitzender der CDU Ronsdorf, mit Rückblick auf das Jahr 2012. Und das gelte nicht nur für Ronsdorf, obwohl Stadtteil-Themen (neben aktuellen europäischen Herausforderungen) beim Neujahrsempfang der CDU im Gemeindezentrum an der Kurfürstenstraße dominierten. Mit etwa 140 Besuchern waren alle Plätze besetzt.

„Wandel ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling“: Spätestens nachdem Kurt von Nolting den ersten Teil des Programms mit den Worten Vincent van Goghs geschlossen hatte, waren Blick und Konzentration auf 2013 gerichtet. „Mit neuen Erwartungen schauen wir nach vorn — gemeinsame Entscheidungen müssen nun gemeinsam durchgehalten werden“, erklärte Bezirksbürgermeister Lothar Nägelkrämer mit Fokus auf den Ausbau der L419 auf den Südhöhen. Dem schloss sich auch Oberbürgermeister Peter Jung mit mahnenden Worten an: „Wir müssen den Lückenschluss nun angehen — ohne Wenn und Aber.“ Aufmerksamkeit galt beim Empfang auch dem aktuellen europäischen Geschehen. Der Europaabgeordneter für das Bergische Land, Herbert Reul, forderte ein positives Bewusstsein: „Probleme müssen nun gelöst, nicht ausdiskutiert werden.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung