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Wuppertaler Dönberg: Die Postbank geht, die Post bleibt

Dienstleistungen : Dönberg: Die Postbank geht, die Post bleibt

Die Bürger auf dem Dönberg verlieren mit der Postbank ein Geldinstitut, die Geschäftleute Martina und Christoph Aurand wichtige Einnahmen.

Ein Gerücht machte auf dem Dönberg die Runde: „Die Post zieht sich zurück“ hieß es. Doch eine Anfrage bei Hans-Joachim Lüppken, dem Bezirksbürgermeister, brachte zumindest eine teilweise Beruhigung. „Die Post bleibt, aber die Postbank mach in diesem Jahr auf dem Dönberg Schluss“.

Was auch das Ehepaar Martina und Christoph Aurand bestätigte, das seit Jahren an der Horather Straße 190b eine Lotto-Annahmestelle mit  Zeitungsverkauf und  Tabakwarenhandel betreibt sowie als Partner-Filiale der Deutschen Post die Dienste der Post einschließlich Paket-Shop und den Service der Postbank anbietet.

„Ja, ab November soll es hier keinen Postbankbetrieb mehr geben, obwohl wir dazu noch keine offizielle Nachricht erhalten haben“, bestätigt Christoph Aurand und fügt hinzu: „Das ist vor allem sehr bedauerlich für die vielen alten Postler, die bei uns ihre Zahlungs- und Bankgeschäfte erledigt haben. Die müssen sich, wenn sie mobil sind, eine andere Postbank-Dienststelle suchen oder die Bank wechseln.“

Der Rückzug der Postbank hat für die Aurands auch finanzielle Folgen, denn das monatliche Entgelt für den geleisteten Postbank-Service fällt ab November natürlich  weg. „Das spüren wir in unserem kleinen Geschäft selbstverständlich  auch“, gesteht Martina Aurand.

„Eine Prüfung hat ergeben, dass  Bankdienstleistungen hier nicht mehr wirtschaftlich nachhaltig angeboten werden können“, heißt es auf Anfrage der WZ seitens  der Pressestelle der Postbank, worauf Christoph Aurand anmerkt: „Uns wurde vorgeworfen, dass wir hier keine neuen Postbank-Girokonten eröffnet haben.“ Und seine Ehefrau Martina stellt fest: „Wir haben das bei unserer Kundschaft mehrfach versucht, doch wir haben dann erfahren, dass die Bedingungen für eine Postbank-Girokonto-Eröffnung im Internet erheblich günstiger sein sollen.“

Der Dönberg ist zwar eine begehrte Wohngegend, aber dass es beispielweise seit Jahren keinen Supermarkt für die Nahversorgungmehr gibt, bringt vor allem für weniger mobile ältere  Anwohner Nachteile. Jetzt fällt wohl auch noch die Postbank weg.