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Wuppertal: Händler und Schausteller rücken auf dem Laurentiusplatz zusammen

Stadtleben : Händler und Schausteller rücken auf dem Laurentiusplatz zusammen

Auf dem Wochenmarkt und Mittelaltermarkt auf dem Laurentiusplatz begegnen sich Händler und Schausteller.

Wochenmarkt und Mittelalterlicher Märchenmarkt zumindest stundenweise gleichzeitig auf dem Laurentiusplatz. Birgt das nicht Konfliktpotenzial?

„Man darf nicht vergessen, dass die Schausteller viele Monate lang überhaupt keine Einnahmen hatten. Da muss man schon ein wenig Solidarität zeigen“, sagt Friedhelm Appenrodt. Seit Jahren steht er mit seinem Obst- und Gemüsestand auf dem großen Platz vor der Basilika und hat keine Probleme damit, mit seinem Verkaufsstand ein wenig nach rechts zu rücken.

Das verdeutlicht auch Andreas Körber vom veranstaltenden Unternehmen Ars Draconis: „Die Markthändler und die Schausteller vom Mittelalterlichen Märchenmarkt kennen sich seit Jahren und wenn man ein wenig Rücksicht aufeinander nimmt, versteht man sich bestens. Wir sind ein wenig zusammengerückt. Schon ist Platz für alle da.“

Die Corona-Lage dämpft die Stimmung, aber Körber wirkt optimistisch: „Zwar hat es einige Absagen gegeben, als von  offizieller Seite vom Besuch der Weihnachtsmärkte abgeraten wurde. Aber im Moment habe ich auch wieder einige Anfragen“, sagt Körber mit Blick auf einige noch leere Standplätze. „Die werden spätestens am Wochenende wieder gefüllt sei“, verspricht der Veranstalter.

 Er selbst steht, mittelalterlich gewandet,  am Eingang zu dem eingezäunten Areal auf dem Laurentiusplatz   und kontrolliert die Corona-Impfpässe der Besucher. Bereits kurz nach Öffnung um 15 Uhr schlendern schlendern einige zu den Buden. Schon Tage hat das Gesundheitsamt Körber informiert, dass 2G vorgeschrieben sein wird.

Die Kontrollen am Eingang nehmen die Besucher gelassen. „Wir halten uns eben an die Vorschriften“, sagt Besucherin Evelyn Hoeller-Dörr, die allerdings einschränkt: „Wenn das hier jetzt brechend voll wäre, dann wären mein Mann und ich nicht gekommen.“

Das Angebot auf dem Mittelaltermarkt ist vielfältig: Es gibt Hexenwein,  ein Getränk namens „Böse Königin“, Flammlachs und mehr. Ebenso sind wärmende Wollmützen Schwerter, Dolche und Hellebarden im Angebot.

Martina Pannier, die Räucherstäbchen, Salami und Met im Sortiment hat, sagt: „Die ersten Tage waren nicht schlecht, und wenn es in der kommenden Woche tatsächlich schneien sollte, wird das hier so richtig romantisch.“

Wohl auch zur Freude der Kinder, die voller Spannung das altertümliche Kettenkarussell mit lediglich vier Sitzen entern.

 

Der Mittelalterliche Märchenmarkt auf dem Laurentiusplatz ist bis zum 21. Dezember von Montag bis Freitag von 15 bis 21 Uhr und am Samstag und Sonntag von 11 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.