Wuppertal - Das Apollo 21 wird Ende des Jahres zum Palazio

Elberfeld : Das Apollo 21 wird Ende des Jahres zum Palazio

Die Neueröffnung ist für den 1. Dezember geplant. Ein offenes Konzept soll Gäste locken.

. Mitte dieses Jahres hatte das Apollo 21 an der Kasinostraße den Club-Betrieb nach sieben Jahren eingestellt. Zum 1. Dezember dieses Jahres soll das einstige Kino mit neuem Konzept und unter dem Namen „Palazio“ neu eröffnen. Dafür wird seit zwei Monaten kräftig umgebaut.

„Disko wie früher am Samstag wird es aber zum Beispiel nicht mehr geben“, sagt Gobinath Thanapalasingam. Im September 2017 hatte die „Apollo 21 Gastro- und Event GmbH“ unter Geschäftsführung von Thanapalasingam die Location übernommen. Das reine Club-Geschäft lief da schon nicht mehr richtig. Die Gäste blieben aus und bei vier Samstagen im Monat rechnete sich der Betrieb ohnehin nicht. Im steilen Sinkflug zogen die Verantwortlichen dann Mitte des Jahres die Reißleine.

Was aus dem alten Apollo 21 an Charme noch ins neue Konzept übernommen wird? Die Antwort von Geschäftsführer Thanapalasingam ist fast symptomatisch für den vorherigen Club-Zustand. „Die Backsteine hinter der Bühne“, sagt er grinsend.

Die Bühne aber bleibt. Neu hinzu kommen links und rechts von ihr zwei Logen mit Sitzgelegenheiten. Direkt gegenüber der Bühne entsteht außerdem eine einzige, zentrale Theke. Dahinter zwei terrassenförmige Emporen mit Sitzgelegenheiten. Für die Wände plant Thanapalasingam abgestufte Lila-Töne und viele Bilder. Die Musikanlage soll bleiben. Die Lichtanlage ebenso, nur soll sie von der Bühne in die Mitte des Raumes wandern. Auch eine Fläche für einen Catering-Bereich soll auf der Außenterrasse entstehen.

Mit dem neuen Konzept setzen die Verantwortlichen auf Vielfalt

Während das Interieur damit schon weitgehend festgelegt scheint, will Thanapalasingam beim Betreiber-Konzept bewusst Spielraum lassen. „Die Location hat unheimlich viel Potenzial“, sagt er. Abseits des Club-Betriebs will er zum Beispiel die Location für Firmen-Events bekannt machen. Gleichzeitig kann er sich vorstellen, Comedians auf die Bühne zu holen. Bands, Lesungen oder private Feiern. Sogar für Privatleute, die ihre Hochzeiten dort feiern möchten, will das neue Palazio öffnen. „Eigentlich wünschen wir uns ein Programm von mittwochs bis samstags“, sagt Thanapalasingam. Auch Theatervorstellungen oder sogar ein Varieté kann er sich dabei vorstellen.

Er glaubt dabei an die zentrale Lage und die Nischenposition, die das „Palazio“ besetzen soll. „Örtlichkeiten für 400 bis 700 Menschen zu finden, ist einfach schwierig“, sagt Thanapalasingam.Dabei dürfen maximal 1300 Menschen in die Multifunktionshalle. Thanapalasingam hofft aber, dass das neue Konzept von allen Wuppertalern so angenommen wird, wie geplant.

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