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Wuppertal: Ärger über Spielfläche am Königshöher Weg

Schulhof : Ärger über Spielfläche am Königshöher Weg

Die Nutzung der Anlage ist derzeit unmöglich. Die Stadt verspricht baldige Abhilfe.

Sie bietet schon lange keinen schönen Anblick mehr. Die Spielfläche auf dem Gelände der Grundschule Königshöher Weg ist stark verwittert. Ein Bauzaun macht die Nutzung des großen Sandkastens und der angrenzenden Spielgeräte unmöglich. Die Kinder müssen auf den asphaltierten Bereich des Schulhofs ausweichen – was beim Toben schon für viele aufgeschrammte Knie gesorgt hat.

„Die Situation ist wirklich problematisch, zumal auch unsere Turnhalle aufgrund von Sanierungsarbeiten derzeit nicht genutzt werden kann“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Christina Conrad. Im Rahmen der Notbetreuung seien viele Kinder betroffen. „Die sind sehr traurig, dass sie nicht mehr vernünftig spielen können“, so Conrad. Daran habe sich seit über einem dreiviertel Jahr nichts geändert. Dabei hatte die Schule im ersten Schritt nur die Stadt auf den schlechten Zustand der Sandkastenumrandung auf dem unteren Schulhof hingewiesen. Die dortigen Holzbohlen waren witterungsbedingt etwas mitgenommen. „Passiert ist erst einmal gar nichts“, erzählt Christina Conrad.

Nach weiteren Wochen seien die Schäden schließlich unübersehbar gewesen. „Es gab dann einen Ortstermin mit dem Grünflächenamt, das die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sah“, sagt die stellvertretende Schulleiterin. Statt einer Reparatur sei dann die komplette Einzäunung des Geländes mit einem Bauzaun erfolgt. „Das war schon in den Sommerferien des letzten Jahres und daran hat sich nichts geändert“, kritisiert Antje Weber, Leiterin des offenen Ganztags an der Grundschule. Deshalb hätten sich die Kinder bereits mit einer Bilderaktion an die Stadtspitze gewandt. „Wir haben schon mehrfach auf den Stillstand hingewiesen und der eingezäunte Bereich sieht immer trostloser aus“, betont Weber.

Die ausbleibende Sanierung war auch Thema bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld-West. „So kann es nicht weitergehen“, findet SPD-Fraktionssprecher Maximilian Guder. Er verweist auf die wenigen alternativen Spielflächen im Bereich der Grundschule und den Bewegungsdrang der Kinder während der Pandemie. „Da kann nicht einfach ein so wichtiges Spielgelände für fast ein Jahr eingezäunt werden“, so Guder.

Stadt: Sanierung ist bei der Priorisierung nach vorn gerückt

Die Stadt verspricht derweil Abhilfe. „Die Sanierung an der Grundschule Königshöher Weg ist auf der Priorisierungsliste nach vorn gerückt“, sagt Sprecherin Ulrike Schmidt-Keßler. Eine Umsetzung sei für den kommenden Sommer geplant. Einen genauen Termin gebe es allerdings noch nicht. „Das hängt auch von den Handwerksfirmen ab, die weiterhin stark ausgelastet sind“, erläutert Schmidt-Kessler.

Gleichwohl ist die Ankündigung der Verwaltung für die Schule eine gute Nachricht. „Wir hoffen sehr, dass die Kinder noch vor den Sommerferien wieder auf dem Gelände spielen können“, sagt Antje Weber.