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Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium: 100.000 Euro für neues Schulkonzept

Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium: 100.000 Euro für neues Schulkonzept

Das Wilhelm Dörpfeld Gymnasium wird saniert und gewinnt dafür 100.000 Euro zur Umsetzung neuer Ideen als Lernort.

Elberfeld. „Wie wollen wir an unserer Schule in Zukunft lernen?“ Darüber können sich Schüler, Eltern, Lehrer und Schulleitung des Wilhelm Dörpfeld Gymnasiums (WDG) Wuppertal gemeinsam mit dem Gebäudemanagement der Stadt und Architekten ab jetzt Gedanken machen — und ihre Vorstellungen in die Tat umsetzen.

Was im vergangenen Jahr mit baulichen Mängeln am Gebäude und dem Nachweis von verbautem Asbest nach einer dringenden Sanierungsmaßnahme der Südfassade aussah, könnte jetzt zum zukunftweisenden Projekt werden — im Zuge einer großzügigen Baumaßnahme des WDG von 2014 bis 2017 für rund 17 Millionen Euro. Am Donnerstag wurde das Gymnasium bei einer offiziellen Preisübergabe mit 100.000 Euro für seinen Beitrag zum Wettbewerb „Schulen - bauen und planen“ der Montag-Stiftung ausgezeichnet.

„Wir haben gewonnen“, freute sich Schuldirektorin Claudia Schweizer. Gewonnen hat zuerst einmal das Team einer Arbeitsgruppe aus Schulleitung, Gebäudemanagement, kommunalen Vertretern und Architekten, das Ideen, Vorschläge und Visionen für die Baumaßnahmen schriftlich bei der Montag-Stiftung einreichte.

Mit dem Preisgeld für den Wettbewerbsbeitrag, der zehn Themenbereiche umfasste, wird die Arbeitsgruppe des WDG in der Planungsphase von versierten Fachleuten der Montag-Stiftung in baulicher, architektonischer und pädagogischer Hinsicht bei der Projektentwicklung unterstützt. Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung betonte: „Investition Bildung — das ist hier in Wuppertal seit Jahren gelebte Wirklichkeit.“ 200 Millionen Euro wurden trotz klammer Haushaltskassen in die Sanierung von Schulen gesteckt. „Wir brauchen uns nicht hinter anderen verstecken, was den Zustand unserer Schulen betrifft“, sagte Jung.

„60 Quadratmeter große Klassenräume mit Erschließungsnischen — fertig ist die Lernbox. Das sieht zukünftig anders aus“, sagte Karl-Heinz Imhäuser, Vorstand der Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft. Er stellte Projekte an Schulen aus Dänemark, der Schweiz und Deutschland vor, bei denen Klassenräume multifunktionell kombinierbar sind, wo Lernorte wie „Clusters“ mit Einbeziehung der Flure funktionieren oder offene Lernlandschaften in Form eines Auditoriums aufgebaut sind.