Wieder Hunde-Ärger auf der Kaiserhöhe

Wieder Hunde-Ärger auf der Kaiserhöhe

60 Hundebesitzer üben Kritik rund ums Auslaufgebiet.

Nützenberg/Brill. Im Gebüsch versteckte Giftköder einerseits, Herr und Hund zähnefletschend andererseits - in den Parks hat die Unvernunft schon manchen Purzelbaum geschlagen. Der Hund an sich ist unschuldig, doch zwischen seinen Fans und seinen Feinden toben kleine Scharmützel.

Im Zuge der Regionale 2006 waren mit Bürgerbeteiligung neue Nutzungsmöglichkeiten für die Kaiserhöhe erdacht worden. Seither ist der westliche Teil des Parks als Hundeauslaufgebiet ausgewiesen, während im Bereich um den Weyerbuschturm Anleinpflicht besteht.

Etwa 60 Hundebesitzer jedoch sind unzufrieden mit dem Auslaufgebiet. Die Wege seien schlecht befestigt und stark abschüssig, deshalb für ältere oder behinderte Hundehalter kaum nutzbar. Weil es zur Autobahn hin keine Absicherung gebe, bestehe Gefahr für die Tiere und für den Verkehr.

Zur Entschärfung der Lage stellte die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW) bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld-West einen Prüfantrag. Das Ziel: In einem zusätzlichen Randbereich des Parks solle jeweils bis 13 Uhr der Leinenzwang aufgehoben werden. Der BV erschien eine solche Lösung zu kompliziert und schon deshalb kaum praktikabel.

Man sah neue Konflikte voraus, da die Anleinpflicht schon jetzt allzu oft missachtet werde. Wenn zudem Hunde auf die Autobahn liefen, so sei das offenkundig ein Indiz für ihre schlechte Erziehung, die auch befürchten lasse, dass die Tiere nicht unbedingt von Übergriffen auf Menschen abzuhalten seien.

Statt Wogen zu glätten, erzeugten die Argumente neuen Unmut unter anwesenden Hundehaltern, die gleich zur Gegenwehr ansetzten: Hinter Sträuchern im Park liege der Kot von Kleinkindern, darum würde sich leider auch kein Ordnungshüter kümmern.

Ein wenig verdrossen formulierte die BV daraufhin einen geänderten Antrag: Die Verwaltung möge prüfen, ob eine Verbesserung der Wege im Auslaufgebiet und eine kostengünstige Absperrung zur Autobahn hin realisierbar seien. Wünschenswert sei zudem eine Sitzbank für gehbehinderte Hundehalter.