Weihnachtsmarkt in Wuppertal: Der Lichtermarkt soll attraktiver werden

Entwicklung : Der Lichtermarkt soll attraktiver werden

Die Veranstalter und die Stadt wollen neues Konzept für den Weihnachtsmarkt. 2018 hatte es Kritik gegeben.

Nach dem offenbar enttäuschend verlaufenen Lichtermarkt in Elberfeld bemühen sich Veranstalter und Stadtverwaltung um eine Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes. Wie der Sprecher der Stadtverwaltung, Thomas Eiting, der WZ sagte, sei mit dem Organisator des Lichtermarktes, der Cultura GmbH, verabredet, sich demnächst noch einmal zusammenzusetzen, um die künftige Konzeption des Marktes zu besprechen. Zuvor wolle die Cultura GmbH aber noch mit den Händlern, die sich auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren, zu den neuen Plänen sprechen.

Die Verantwortlichen der Cultura GmbH wollten sich trotz mehrfacher Anfrage der WZ nicht zum aktuellen Sachstand äußern. Offenbar haben beiden Seiten zunächst Stillschweigen vereinbart. Ende vergangenen Jahres hatte es noch einmal eine Begehung des Lichtermarktes gegeben, um potenzielle Schwachstellen und Entwicklungsmöglichkeiten zu benennen. Was bei dem Termin herausgekommen ist, ist bislang unklar. Auch wann das geplante Treffen zwischen Marktveranstalter und Stadt stattfindet, ist momentan noch nicht bekannt, wie der Stadtsprecher erklärte.

An dem Lichtermarkt in Elberfeld hatte es Kritik gegeben, weil die rund 70 Buden des Marktes mehr oder weniger zufällig in der Fußgängerzone verteilt waren. Die Stadt hatte sich dagegen dafür ausgesprochen, dass vor allem die zentralen Plätze mit den Weihnachtsbuden bespielt werden sollten. Zudem hatte es im vergangenen Jahr nur eine Interimslösung gegeben, weil die Cultura GmbH kurzfristig – Anfang Mai – den Zuschlag als Organisator erhalten hatte. Deshalb seien damals schon etliche Händler anderswo gebucht gewesen.

Stadt wünscht sich mehr Einfluss bei der Gestaltung

Eigentlich wollte die Stadt über eine Ausschreibung des Marktes für die Jahre 2019 bis 2023 mehr Einfluss bei der Gestaltung des Lichtermarktes erreichen. Das gelang allerdings kaum, da sich auf die Ausschreibung lediglich die Cultura GmbH beworben hatte – es mithin keine Konkurrenz gab. Der zuständige Dezernent Matthias Nocke sprach sich deshalb bereits im vergangenen Dezember in der WZ für eine „qualitative Verbesserung der kleinen Schritte“ aus.

Laut einem Teilnehmer der Begehung vom vergangenen Jahr war die Cultura GmbH mit der Publikumsresonanz auf den Weihnachtsmarkt nicht zufrieden, macht dafür aber offenbar weniger das Marktkonzept als vielmehr das schlechte Wetter und den Ausfall der Schwebebahn verantwortlich. Hier müsse man offensichtlich „dicke Bretter“ bohren, um Überzeugungsarbeit zu leisten, sagt er.

Für eine stärkere Mitwirkung von Verwaltung und lokalem Einzelhandel spricht sich auch Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius aus. Für den Markt solle man „eher Plätze illuminieren als Straßen“, erklärt er. Es reiche nicht aus, „alle 50 Meter zufällig“ einen Stand hinzustellen, um für Stimmung in der Innenstadt zu sorgen.

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