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Von Öffnungen und Investoren: Der Stadtraum – unendliche Weiten?

Logbucheintrag 0.11: Raum räumen : Von Öffnungen und Investoren: Der Stadtraum – unendliche Weiten?

David Becher berichtet über Neuigkeiten aus Utopiastadt in unserer Kolumne.

Im April 2015 setzten wir erstmalig den Fuß auf die Flächen nördlich der Trasse. Wir öffneten Zäune - und damit Räume: Trassenfest, Mobilitätsmesse, Umsonst-und-Draußen Musik und der Genuss von Freiraum im dicht besiedelten Quartier.

Dazu pachteten wir etwa 400 Quadratmeter der Flächen von Aurelis für das Gemeinwohl und erreichten, dass sie über das erste Jahr hinaus geöffnet blieben. Wir verhandelten weitere Öffnungen. Wir diskutierten mit Investoren, ob es statt einfacher Privatisierung nicht angemessenere Nutzungen für das Quartier Mirke gibt.

Und im großen „Utopiastadt-Campus-Flächenentwicklungsbeirat“ verhandelten wir mit der Stadt und Aurelis über grundsätzliche Gemeinwohl-Perspektiven für die Gesamtfläche um den Mirker Bahnhof.

Farmbox als
Außenposten an der Mirke

Außerdem bauten wir mit weiteren Unerschrockenen die Utopiastadt-Campus-Raumstation (USCRS): Mit Talradler, Fahrradstadt Wuppertal und den WSW installierten wir die Fienchen-Garage. Gleich daneben landeten die Radverleihcontainer. Der Verein Aufbruch am Arrenberg errichtete mit seiner Farmbox einen Außenposten an der Mirke, Talbohne, Eat-Aliens, Hutmacher-Bierwagen und der Utopiastadt-Garten brachten weitere Versorgung. Und es kamen noch mehr Raumforschende: Mit der „Expedition Raumstation“ vom Zentrum für Transformationsforschung der Bergischen Uni wurde in zwei Containern unter wissenschaftlicher Beobachtung von Stickerei bis Jugendzentrum ausprobiert, was das Zeug hielt ...

Experimentelle Stadtentwicklung – dafür steht der Utopiastadt-Campus. Gerade reisen alle Module der Raumstation in neue Räume, damit wir die Nordflächen mit der Uni für den Solar Decathlon Europe vorbereiten können.

Ausstellung mit
18 Beispielbauten

Bis im Juni dann die Ausstellung mit 18 Beispielbauten steht. Erneut wird geforscht, wie Stadt zukünftig aussehen kann. Und auch, wenn viele der Bauwerke im Hochsommer 2022 wieder verschwinden, geht die spannende Reise weiter – vielleicht entdecken wir ja gemeinsam Ideen zu Stadtentwicklung, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.