Wuppertal: Umzug der Touristikzentrale war Erfolg

Wuppertal : Umzug der Touristikzentrale war Erfolg

Am Kirchplatz kommen mehr Passanten vorbei als im City-Center. Die Fahrt im Kaiserwagen ist für Monate im Voraus ausgebucht.

City. Seit Wuppertal Touristik in der Citykirche, Kirchstraße 16, zu finden ist bleiben deutlich mehr Menschen am Schaufenster hängen und lassen sich vom Angebot inspirieren. „Gerade zu Beginn haben uns die Leute die Bude eingerannt“, berichtet Mitarbeiter Sinan Hatun von der Zeit nach dem Umzug. Er schätzt, dass imVergleich zum Standort im City-Center nun rund ein Viertel mehr Interessierte den Weg in die Touristik-Zentrale finden. „Es kommen jetzt auch Leute rein, die sonst nicht gekommen sind. Welche, die unser Angebot noch gar nicht kennen“, sagt Hatun.

Bei Touristen liegen derzeit besonders der Skulpturenpark, der Zoo und die Schwebebahn im Trend. Die Fahrt im Kaiserwagen sei für zwei bis drei Monate im Voraus ausgebucht. „Wuppertaler fragen vermehrt nach Stadtführungen“, berichtet der Hatun. Zu den Toprennern gehört auch die Stadtrundfahrt im Oldtimer-Bus oder die kulinarischen Stadtführungen. Bei letzteren geht es beispielsweise schlemmend durchs Briller Viertel, vom Johannisberg zum Arrenberg, durch Cronenberg oder Barmen, je nach Termin.

Trotz allem Erfolg: Der Langzeitplan bleibt natürlich die Rückkehr zum Döppersberg. „Das ist die absolute A-Lage. Eine Stadt wie Wuppertal braucht eine Anlaufstelle für Touristik direkt am Hauptbahnhof“, sagt Martin Bang, Geschäftsführer von Wuppertal Touristik. Am Bohnhof war die Frequenz in den Spitzenzeiten noch höher als jetzt in der Citykirche. „Da hatten wir bis zu 600 bis 700 Leute, die uns am Tag besucht haben“, so Bang. Obwohl die Zahl der Beratungsgespräche im direkten Vergleich zur Zeit im City-Center deutlich zugenommen habe. „Da kommen wir fast wieder an das alte Niveau vom Döppersberg heran.“

Touristen und Einheimische nutzen das Angebot gleichermaßen. Am Kaiserwagen seien laut Bang bis zu 80 Prozent Nicht-Wuppertaler interessiert, bei den Rundgängen drehe sich das Verhältnis um.

Mehr von Westdeutsche Zeitung