Turmuhr am Kolk: Im Winter verstummt, bald wiederbelebt

Der strenge Winter hat über Wochen die Kirchturmuhr lahmgelegt. Eine Spezialfirma behebt den Schaden.

Elberfeld. So mancher Fußgänger wird sich in den vergangenen Wochen beim Blick auf die Alte lutherische Kirche am Kolk gefragt haben, was denn wohl die Uhr geschlagen hat. Die Zeiger der Kirchturmuhr standen nämlich seit Anfang Februar mit einer kurzen Unterbrechung still.

„Die Kirchturmuhr hat im Februar einen Frostschaden davongetragen. Das Übertragungsgestänge vom Uhrgehäuse auf die Zeiger hat sich offensichtlich bei den zweistelligen Minustemperaturen verschoben oder verbogen“, nennt Pfarrer Andreas Bollengraben die Ursache für den längeren Stillstand, der in diesen Tagen behoben werden soll.

Eine Spezialfirma aus dem Westfälischen wurde deshalb schon vor Wochen mit der Reparatur der Uhr beauftragt. Doch Reparaturen in und an Kirchtürmen sind erfahrungsgemäß keine Routineangelegenheiten. Nach einer ersten Bestandsaufnahme wurde das Gestänge geölt. Die Zeiger an der zweitältesten Kirche in Elberfeld setzten sich daraufhin zumindest für zwei Stunden wieder in Bewegung. Als die Uhr dann jedoch erneut den Geist aufgab, stand fest, dass der Schaden nur mit einer aufwändigen Reparatur behoben werden konnte.

„Allerdings mussten wir mit diesen Arbeiten warten, bis der Frost aus dem Gemäuer war und die Spezialfirma einen Termin frei hatte“, erklärt Pfarrer Bollengraben die weiteren Verzögerungen.

Am Dienstag dieser Woche rückte dann der Uhrmacher ein zweites Mal an, um die Kirchturmuhr in Gang zu setzen. Der vorläufige Stand: Auf drei Seiten zeigt die Uhr wieder die richtige Uhrzeit an. Zur Reparatur der Uhr auf der Westseite in Richtung Parkplatz am Kolk wird die Firma mit personeller Verstärkung auf den Kirchturm klettern müssen, da der Zeiger klemmt. Ein Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest.

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