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Tribüne: Zu teuer und zu hoher Platzbedarf

Tribüne: Zu teuer und zu hoher Platzbedarf

Sportdezernent Matthias Nocke begründet, warum die Sporthalle nicht erweitert wird.

Katernberg. Die neue Sporthalle kommt — allerdings ohne eine Tribüne: Das hat der Rat gestern entschieden. Die Verwaltung hatte sich bereits vorab gegen die Idee ausgesprochen. „Zusammenfassend möchte ich darauf hinweisen, dass die diskutierte Errichtung einer Tribüne nicht nur die fraktionsübergreifende geforderte, schnellstmögliche Realisierung der dringend benötigten Schulsporthalle für die Gesamtschule und die Grundschule Kruppstraße gefährdet, sondern auch den Zeit- und Kostenrahmen für den vereinbarten Umzug des WSV-Jugendleistungszentrums zum Stadion am Zoo in Frage stellen würde“, schrieb Sportdezernent Matthias Nocke an die Fraktionen.

Vor allem die Grünen um Peter Vorsteher hatten vehement für eine Tribüne argumentiert. So könnte die Halle auch für Veranstaltungen von Vereinen genutzt werden, hatte der Vorsitzende des Sportausschusses gegenüber der WZ erklärt. Bei SPD und CDU fand der Vorschlag allerdings kein Gehör. „In Anbetracht der Tatsache, dass elf Sporthallen mit Tribünen ausgestattet sind und in einer weiteren Platz für eine transportable Bühne vorhanden ist, kann ich Ihnen die Errichtung einer Tribüne nicht empfehlen“, hieß es auch in dem Schreiben von Nocke.

Zudem würde für die Errichtung einer Tribüne der Platzbedarf für die Halle zu groß, auch durch einen erhöhten Stellplatznachweis, so Nocke in seiner Antwort auf eine Frage der CDU. „In Folge dessen würde die sich zu veräußernde Fläche reduzieren und auch der dadurch eventuell zu erzielende Verkaufspreis“, so Nocke.

Die Stadt will bekanntlich einen Teil des Geländes an der Nevigeser Straße an einen Discounter verkaufen, um somit die Sanierung des Stadiongeländes für den WSV finanzieren zu können. Das muss sie auch, denn eine Alternative, um die Kosten für das Jugendleistungszentrum stemmen zu können, gebe es aus Verwaltungssicht nicht, räumt Nocke ein. „Der Verkauf ist und bleibt die nicht hinweg zu denkende Bedingung für den Erfolg der Verlagerung der WSV-Jugendarbeit zum Zoo-Stadion und die Errichtung einer Vierfach-Sporthalle.“