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„Tour de Luise“ lockt Besucher ins Szeneviertel

„Tour de Luise“ lockt Besucher ins Szeneviertel

Die Premiere der „Expedition durchs Viertel“ am Samstag war trotz des schlechten Wetters aus Sicht der Veranstalter ein Erfolg.

Luisenviertel. Was die „Tour Belgique“ für die Kölner im belgischen Viertel ist, könnte die „Tour de Luise“ nun für die Wuppertaler werden. In Köln hat der Zug durch das Szeneviertel dieses Jahr schon zum 13. Mal stattgefunden. In Wuppertal feierte die „Tour de Luise“ am Samstag Premiere. Und das mit vollem Erfolg — trotz Regenwetters.

„Wir haben so etwas schon oft in anderen Städten gesehen und haben uns überlegt, dass das Luisenviertel ideal dafür ist. Es gibt viele kleine Inhaber, die motiviert sind“, sagt Julian Cetinbas. Der Betreiber des „Köhlerliesel“ hat die Veranstaltung mit einem dreiköpfigen Team organisiert. „Hier kann sich jeder Laden gut präsentieren“, meint Cetinbas.

Auch bei den Besuchern kam die Idee gut an. Bereits um 12 Uhr, zu Beginn der Veranstaltung, seien schon die ersten zum Laurentiusplatz gekommen, um sich ein Programmheftchen abzuholen, erzählt Cetinbas. „Mit so viel Andrang haben wir gar nicht gerechnet.“ Zumal viele der Veranstaltungen erst am Nachmittag begannen.

Verena und Steven Berthold sind direkt von einer Führung durch die City-Arkaden, die im Rahmen von Wuppertal 24 Stunden live stattfand, zum Laurentiusplatz gekommen. „Wir kommen aus Heckinghausen und haben sonst nicht so viel mit dem Luisenviertel zu tun. Aber heute haben wir uns trotz des Regens aufgerafft“, sagt das Paar. „Es ist eine coole Idee, die ich mir auch für Heckinghausen vorstellen könnte“, so Verena Berthold.

Das erste Ziel der Bertholds ist der Pita-Workshop in Dios Taverne. Die Inhaberinnen Alexandra und Koralia Tsanakidis haben dort einen kleinen Stand aufgebaut, an dem sich die Besucher ihre Pita selbst zusammenstellen können. Im Hintergrund spielt ein Musiker auf der Bouzouki, einem traditionellen griechischen Instrument. „Normalerweise kommen auf eine klassische Pita Tsatsiki, Tomaten, Zwiebeln, Fleisch und ein paar Pommes“, erklärt Alexandra Tsanakidis. Doch an diesem Tag stehen noch Salat, Peperoni, Schafskäse und Senf und Ketchup bereit. Nachdem Verena und Steven Berthold ihre Pita selbst belegt haben, erklärt Tsanakidis ihnen die Technik, mit der die Pita gefaltet wird.

Der nächste Stopp ist für das Paar der Craft Beer Kiosk. Dort gibt es spezielle Cocktails, mit einem Gemisch aus Bier und Spirituosen oder Sekt. Steven Berthold bestellt sich einen Himbeer-Mojito mit Rum, Limetten und einem belgischen Himbeerbier. „Es hat den typischen Mojito-Geschmack, man schmeckt aber auch das Bier“, beschreibt ihn Berthod, der gerne auch mal außergewöhnliches Bier trinkt.

Insgesamt beteiligten sich 18 Läden und Betriebe (siehe Kasten) an der Tour. Zu den Veranstaltungen gehörte unter anderem auch eine Krimi-Lesung im Katzengold. Ein weiterer Höhepunkt: Die Aufführung des TiC-Theaters aus Cronenberg im Köhlerliesel sorgte bei den Besuchern für Begeisterung. „Die haben sogar noch eine Vorstellung mehr gespielt, als geplant war“, sagt Julian Cetinbas stolz.