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Open-Air-Kino: Talflimmern zeigt „Die Taschendiebin“

Open-Air-Kino : Talflimmern zeigt „Die Taschendiebin“

Am Dienstag anrufen für dreimal zwei Karten für den kommenden Samstag im Open-Air-Kino.

Elberfeld. Gut, in der vergangenen Woche hätte es besser laufen können im Opern-Air- Kino an der Gathe. Von den ausgesuchten Filmen ist dabei nicht die Rede — sie fanden ausnahmslos erneut ihre Fangemeinde. Sondern vom Wetter: „Das Klima der vergangenen vier Veranstaltungstage im Innenhof der Alten Feuerwache mit dem Begriff ‘Hochsommer’ zu umschreiben, wäre terminlich richtig, de facto aber eine starke Übertreibung“, sagt Mark Tykwer vom Veranstalter-Team. „Milder Winter“ würde die Verhältnisse treffender beschreiben.

„Doch das Wuppertaler Open-Air-Publikum ist hart im Nehmen“, hat das Talflimmern-Team beobachtet: „Die Leute richten sich gewissenhaft ein und kommen trotzdem zur Gathe, um zu feiern und Filmkunst zu genießen. Es ist einfach großartig!“

Am Ende seien es wieder rund 400 Filmfreunde gewesen, die den Unwettern und der Kälte trotzten. Und in dieser Woche werden sie für ihr Durchhaltevermögen voraussichtlich belohnt, hoffen die Kino-Macher - sofern die Prognosen stimmen. „Es soll warm und trocken werden, und wir zeigen die letzten fünf Filme der Saison.“

Woche sieben bietet ab Mittwoch „T2 Trainspotting“ von Danny Boyle, „The Party“ von Sally Potter am Donnerstag, „Allied - Vertraute Fremde“ von Robert Zemeckis am Freitag (Beginn jeweils um 21 Uhr). Und als großen Abschluss am kommenden Sonntag ab 20.30 Uhr das Zinco Roman Quartett live nebst Preview: „Django - Ein Leben für die Musik“ von Etienne Comar.

Film der Woche aber ist „Die Taschendiebin“ am kommenden Samstag. „Der begnadete koreanische Regisseur Park Chan-wook hat das europäische Publikum unter anderem schon mit „Oldboy“ und „Stoker“ in seinen Bann gezogen“, erklärt Mark Tykwer die Auswahl. „Mit ,Die Taschendiebin’ adaptiert er den britischen Roman ‘Fingersmith’ von Sarah Waters und verlegt ihn sehr gekonnt ins japanisch besetzte Korea der 1930er Jahre: Das Waisenmädchen Sookee wird als Zofe ins Haus der reichen Erbin Hideko geschickt. Dort soll sie dafür sorgen, dass Hideko sich in den Richtigen verliebt. Der aber ist in Wahrheit Sookees Komplize - und ein Heiratsschwindler. Der Plan misslingt natürlich - und zwar grandios.

Parks kunstvoll verknoteter Krimi ist gespickt mit filmhistorischen Anspielungen und überzeugt nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell und musikalisch. Neben ,Django - Ein Leben für die Musik’ ist ,Die Taschendiebin’ ein absoluter Höhepunkt im Finale dieses Jahres.

“ Wer dabei sein möchte, kann am Dienstag in der Zeit ab 10.30 Uhr unter der Telefonnummer 717-2248 anrufen. Das Talflimmern-Team stellt in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Zeitung jeden Dienstag unter dem Stichwort „Talflimmern der Woche“ einen Film ganz besonders vor und verschenkt dazu jeweils 3 x 2 Eintrittskarten an WZ-Leser — wenn die sechs Karten vergeben sind, werden keine Anrufe mehr entgegengenommen. Mehr zu Programm und Tickets.