St. Josef wird wieder Akut-Krankenhaus

St. Josef wird wieder Akut-Krankenhaus

Klinik baut eine Notaufnahme und drei Stationen. In einem Jahr sollen die neuen Abteilungen in Betrieb gehen.

Wuppertal. Hinter dem St.-Josef-Krankenhaus wird derzeit kräftig gebuddelt, ein riesiger Kran ragt in die Höhe. Denn die Klinik baut an und aus: Es entsteht eine neue Anfahrt für Kranken- und Rettungswagen, eine Notfallambulanz, drei normale Stationen und eine Intensivstation. 15 Millionen kosten die Baumaßnahmen, rund 500 000 Euro werden die neuen Geräte kosten, die übrige Einrichtung wird aus dem laufenden Etat genommen.

Foto: A. Fischer

Bisher kamen Patienten vor allem für geplante Operationen ins St. Josef-Krankenhaus, erhielten hier zum Beispiel neue Knie- oder Hüftgelenke. Künftig soll auch Patienten mit akuten Problemen behandelt werden. „Wir bauen das Haus zu einem Akutkrankenhaus um“, erklärt Geschäftsführer Michael Dohmann.

Dazu biete sich die Lage in der Innenstadt auch an. Auch wenn das Haus seit 1997 ein spezialisiertes Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie ist, seien auch immer wieder Patienten mit aktuellen Verletzungen zu ihnen gekommen. Künftig will man diese 24 Stunden am Tag optimal versorgen können.

Rettungs- und Krankenwagen werden über eine neue Anfahrt links neben dem bestehenden Gebäude zur Notaufnahme fahren, die hinter das bestehende Gebäude gebaut wird. Weitere Abteilungen zur Diagnostik werden sich im Erdgeschoss anschließen, zum Teil im bestehenden Gebäude.

Über der Aufnahme werden drei weitere Etagen gebaut, die jeweils eine Station mit 22 Betten enthalten wird. Die neue Intensivstation mit elf Betten wird im Altbau untergebracht. Dafür zieht die rheumatologische Tagesklinik ins Ärztehaus gegenüber dem Krankenhaus an der Bergstraße.

Neue Operationssäle sind derzeit noch nicht geplant, denn in den fünf bestehenden OPs gibt es noch Kapazitäten, sie sind bisher erst zu 70 bis 80 Prozent ausgelastet. „Wenn wir eines Tages mehr brauchen, denken wir über einen weiteren Ausbau nach“, so Michael Dohmann.

Verlegt wird das Kneipp-Tretbecken auf dem Gelände, es rückt nun näher an die Reitbahnstraße. „Das gehört einfach zum St. Josef-Krankenhaus“, versichert Michael Dohmann. Daher habe das Haus zwei Drittel der Kosten für das neue Becken übernommen, der Träger, die Stiftung der Cellitinnen, hat ebenfalls einen Zuschuss gegeben und der Kneipp-Verein hat gesammelt und eine großzügige Spende der Stadtsparkasse erhalten, um die rund 40 000 Euro zusammen zu bringen.

Die Bauarbeiten sollen schnell voran gehen. Derzeit werden Pfähle für das neue Haus in den Boden getrieben, in drei bis vier Monaten werden die ersten Bauten zu sehen sein. „In einem Jahr soll das Akuthaus in Betrieb gehen“, kündigt Michael Dohmann an. Einige Baumaßnahmen werden dann aber noch nicht abgeschlossen sein.

Über eine besondere Attraktion denken die Krankenhausbetreiber noch nach: eine Dachterrasse auf dem Neubau. Diese müssen sie aber noch mit den Baubehörden abstimmen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung