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Sophienkirche wurde zum Dschungel der Musik

Sophienkirche wurde zum Dschungel der Musik

Musiker aus ganz NRW boten einen Abend voller Improvisationen.

Elberfeld. „Unerhört“ — das bedeutet improvisiertes Orchester der besonderen Art. Am Freitag haben sich 30 Musiker aus verschiedenen Städten NRWs — unter anderem Münster, Aachen und Köln — in der Sophienkirche versammelt, um dem Publikum ungewöhnliche Musik zu bieten. Die zwei Sets des Konzerts überraschten und überwältigten die Zuhörer gleichermaßen durch vollkommene Spontanität und die unterschiedlichen Klänge, die die Musiker mit ihren Instrumenten erzeugten.

Getreu nach dem Motto „In der Kunst ist alles erlaubt“ entstand ein wildes Durcheinander von verschiedenen Tönen und Rhythmen. Jeder spielte für sich selbst und doch spielten alle gleichzeitig. Die Musiker selbst wurden zwischendurch sogar zu Dirigenten: Wenn einer von ihnen einen neuen Input geben wollte, stellte er sich einfach vor die anderen, um ihnen Lautstärke, Tonlage und Tempo vorzugeben. So erklang das Orchester mal lauernd und bedrohlich, dann wieder sanfter und mysteriös — beeindruckend.

Dabei kamen nicht nur Instrumente wie Cello, Schlagzeug oder Querflöte zum Einsatz — einige Musiker gaben zwischendrin auch tierähnliche Geräusche von sich, so dass das bunte Zusammenspiel die Zuhörer in die Geräuschkulisse eines Dschungels versetzte. Dazu kamen ungewöhnliche Spieltechniken — etwa Schläge auf die Saiten des Kontrabasses oder den Rücken der Gitarre. Neben den zwei Sets fanden sich die Musiker auch zu kleinen Formationen zusammen — mit Geige, Trompete und Saxophon oder auch Querflöte, Schlagzeug und Kontrabass.

Besonders harmonisch und doch abwechslungsreich: das Duo aus Violine und Posaune. Die fragilen Töne der Geige wurden durch die dumpfen Klänge des Blasinstruments unterstützt — dadurch entstand ein spannungsgeladenes Zusammenspiel.