Baugebiet: Sonnborner Quartier kann gebaut werden

Baugebiet : Sonnborner Quartier kann gebaut werden

Möglicher Baustart für Kita und Wohnungen ist Mitte 2019. Verwaltung will unterstützen.

. Die Haltung des Oberbürgermeisters Andreas Mucke zum geplanten „Sonnborner Quartier“ war beim Rundgang über die Flächen eindeutig. „Sie haben meine volle Unterstützung bei der Planung“, sagte Mucke den Beteiligten. Auch die federführende Architektin Anja Schacht des Büros GNA Architekten hatte gute Nachrichten. „Wir haben die Bauvoranfrage positiv zurückbekommen“, sagte Schacht. „Damit haben wir Planungsrecht.“

Bauherren des Gemeinschaftsprojekts an der Sonnborner Straße sind die Lebenshilfe, die Baugruppe Sonnborn und die Evangelische Kirchengemeinde. Geplant sind auf einer zum Teil bebauten Fläche von rund 7 000 Quadratmetern unter anderem inklusive Wohnungen, eine Kindertagesstätte und ein Quartiers- respektive Gemeindezentrum.

Für den ersten Bauabschnitt, das Haus Nummer eins, welches später direkt an die Sonnborner Straße angrenzen soll, ist die Vorplanung bereits jetzt weit fortgeschritten. Investor ist die Lebenshilfe. Im Erdgeschoss dieses Hauses soll eine Kita integriert werden. Kitaträger wird die Diakonie. Im ersten und zweiten Obergeschoss werden laut Peter Plenker, dem Vorsitzenden der Lebenshilfe, Wohnungen für Menschen mit Behinderungen entstehen. Das dritte Obergeschoss wird frei finanzierbare Wohnungen beherbergen. „Auch für Studenten zum Beispiel“, sagte Plenker.

Architektin Schacht will im Frühjahr den Bauantrag für das Haus Nummer eins stellen. Wenn dieser Mitte 2019 dann positiv ausfallen sollte, könnte Ende 2020 oder Anfang 2021 vielleicht das erste Haus stehen.

Baustart hängt von rechtlichen und praktischen Fragen ab

Wann die anderen Bauherren loslegen können, hängt für die Baugruppe Sonnborn an infrastrukturellen Fragen und für die Evangelische Kirche am Landeskirchenrecht. Architektin Schacht plant für die Baugruppe Sonnborn auf dem 1800 Quadratmeter großen Areal ein Wohngebäude mit 15 bis 20 Wohnungen.

„Wir können aber erst bauen, wenn die Straße gebaut wurde“, sagte die Sprecherin der Baugruppe Dorothea Poyault. Damit meint sie die noch zu schaffende Straße, die das Areal von der Kirchhofstraße parallel zur Sonnbornerstraße später trennen soll.

Für den Vorsitzenden des Presbyteriums, Frank Römpke, hängt der Baustart noch von kirchenrechtlichen Fragen ab. Die Evangelische Kirchengemeinde wird dabei voraussichtlich Investor für das Quartierszentrum, was als Bauabschnitt zwei als Nachfolgegemeindezentrum des Gebäudes an der Kirchhofstraße entstehen soll.

Ursprünglich sollte Architektin Anja Schacht auch für die Kirche das Zentrum planen. „Wir müssen nach Kirchenrecht aber einen Architekturwettbewerb ausschreiben“, sagt Römpke. „Das dauert dann.“