Serie auf Streife: Seit 14 Jahren am Arrenberg auf Streife

Serie auf Streife : Seit 14 Jahren am Arrenberg auf Streife

Arrenberg. Von der Tannenbergstraße bis zur Kabelstraße, von der Königshöhe bis zum Nützenberg und der Vogelsaue: Der Polizeibezirk Arrenberg ist groß, aber er war schon mal größer, sagt Bezirkspolizist Frank Wagener (58).

Seit 14 Jahren ist er am Arrenberg auf Streife. „Im Moment könnte man sagen, wir haben Sommerloch“, sagt er schmunzelnd. Weniger Probleme gibt es nicht nur im Sommer, auch generell habe sich der Arrenberg in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt.

Vom sozialen Brennpunkt zum Ort sozialen Engagements — die Polizei steht in ständigem Kontakt mit den Institutionen vor Ort, vor allem mit dem Verein „Aufbruch am Arrenberg“, der in hohem Maße an den positiven Entwicklungen beteiligt war.

Wichtige Punkte auf Wageners Streife seien aber auch die Plätze, an denen sich viele Menschen ansammeln. Dazu gehört zum Beispiel der Gutenbergplatz. Da kam es schon mal zu der einen oder anderen Reiberei: „Eine Frau hat sich mal sehr vehement geweigert, den Haufen von ihrem Dackel zu entfernen und ist sogar handgreiflich geworden.“ Günstig war die Strafe für die Frau nicht gerade, erinnert er sich.

Zuvor war Wagener 20 Jahre in Elberfeld im Streifenwagen unterwegs. Da sei man nur von Einsatz zu Einsatz gefahren und habe die Leute nie persönlich gekannt. „Das ist beim Bezirksdienst ganz anders. Da hat man auch mal Zeit, sich mit den Menschen zu unterhalten — der Bezirksdienst ist eine andere Welt.“ So trifft er regelmäßig Rentner Werner Schmidt: „Hallo Bezirkssheriff“, ruft der über die Straße und erzählt von Problemen mit Nachbarn.

Aber nicht immer kann Wagener helfen. So ärgern sich viele über die Raser in der 30er-Zone in der Simonsstraße. „Letztlich muss die Stadt eventuell bauliche Maßnahmen ergreifen — und das wird nur gemacht, wenn die Unfallzahlen den Grund hergeben“, so Wagener. Ansonsten sei es harmonisch um den Arrenberg herum geworden. Eines wünscht sich Wagener nicht nur von den knapp 10 000 Bürgern in seinem Bezirk: „Die Menschen sollten sich mehr verantwortlich für ihr eigenes Umfeld fühlen — dann wäre es sicherlich an einigen Stellen im Bezirk sauberer und noch harmonischer.“

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