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Schulhof Markomannenstraße: Die Platanen bleiben stehen

Schulhof Markomannenstraße: Die Platanen bleiben stehen

Bezirksvertretung spricht sich für neuen Plan aus.

Nordstadt. Geplante Baumfällungen haben in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Elberfeld für eine starke Bürgerbeteiligung gesorgt. Prominenter Tagesordnungspunkt: das Thema „GGS Markomannenstraße“.

Auf dem Gelände der städtischen Gemeinschaftsgrundschule stehen alte Platanen, die im Zuge einer Neugestaltung des Schulhofs gefällt werden sollten. Schon eingangs räumten Bezirksbürgermeisterin Claudia Hardt (CDU) und Hans-Uwe Flunkert vom Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) ein, dass im Verfahren ein bedauerlicher Fehler begangen worden sei. Man habe es nämlich in dem langwierigen Prozess, dessen Anfänge ins Jahr 2009 zurückreichen, schließlich versäumt, die BV am Verfahren zu beteiligen. So seien zwei Bäume bereits gefällt worden, als Bürger Protest erhoben.

Für die Sitzung hatte Flunkert einen Kompromissvorschlag erarbeitet, der den Wünschen der Bürger gerecht werden sollte, sich zugleich aber im Rahmen des bereits vom Land genehmigten Umgestaltungsplans bewegte. Werde dem Begehren der Bürger entsprochen und kein weiterer Baum auf dem Gelände gefällt, so bedeute dies die neuerliche Antragstellung für einen veränderten Plan und damit eine Verzögerung des Verfahrens, sagte Flunkert. Das könne bedeuten, dass die Mittel aus dem Städtebauförderprojekt womöglich nicht mehr fließen. Bis Juli 2013 nämlich müsse der gesamte Vorgang abgeschlossen sein.

Maximilian Angerbauer, Initiator der Anwohnerproteste, betonte unterdessen, dass der entstandene Zeitdruck nicht zu Lasten der Bürgerinteressen gehen dürfe. Wenn — wie vom GMW dargestellt — eine Umgestaltung des Schulhofs zwecks Eindämmung der Unfallgefahr erforderlich sei, so müsse dafür eben eine taugliche Lösung bei Erhalt der Bäume gefunden werden.

Michael Streuf (WfW) rief dazu in Erinnerung, dass die Streichung der Baumschutzsatzung ein Fehler gewesen sei, der hier offenbar werde. Nach langer Sitzung schlug Thomas Kring (SPD) vor, dem Wunsch der Bürger entsprechend die Bäume zu erhalten und das GMW aufzufordern, einen neuen Plan zu erstellen. Nur die CDU lehnte diesen Vorschlag ab.