Schule Helmholtzstraße: Kleine Stadthalle für die Nordstadt

Schule Helmholtzstraße: Kleine Stadthalle für die Nordstadt

Realschule Helmholtzstraße erstrahlt in neuem Glanz.

Nordstadt. Dort, wo die neue Mensa mit 84 Sitzplätzen und der Schulkiosk in zwölfmonatiger Bauzeit errichtet wurden, entdeckte man beim Abriss der Umkleiden der Turnhalle und dem anschließenden Bodenaushub einen alten Gewölbekeller. Dieser Fund hätte das Unternehmen „Mensa“ fast zum Scheitern gebracht, aber am Freitag konnte endlich der vorläufige Abschluss jahrelanger Bauarbeiten gefeiert werden. Das imposante Erscheinungsbild der rund 320 Quadratmeter großen Aula verleitete Schuldirektor Detlev Vögeding sogar zu der Aussage: „Für mich ist sie die kleine Stadthalle der Nordstadt.“

Bei den Sanierungsarbeiten gab es nicht nur Überraschungen, sondern es wurden wahre „Schätze“ entdeckt. So etwa die alten Stuckdecken, die hinter eingezogenen Zwischendecken verborgen waren. Und unter dem Linoleumboden der Aula schlummerte ein klassischer Parkettboden. Hiervon konnten sich bei den Feierlichkeiten unter anderem Matthias Nocke, Dezernent für Kultur, Schule und Sport, sowie Bezirksbürgermeisterin Claudia Hardt überzeugen. Hans-Uwe Flunkert, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt, überreichte den Schulvertretern als Gastgeschenk die Denkmalplakette des Landes. Das Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Haupthaus unterliegt wie auch die beiden Nebengebäude dem Denkmalschutz.

Zwischen 2007 und 2009 wurden die Fassaden saniert. Bei laufendem Schulbetrieb wurden bei der Innensanierung in neun Bauabschnitten beispielsweise Brandschutz, Heizung und komplette Wasserleitungssysteme modifiziert sowie eine neue Lüftungsanlage installiert. „Die Schüler haben gut mitgearbeitet und uns nicht im Stich gelassen“, sagte Schulleiter Vögeding stolz. Auch Konrektorin Monika Berghaus erinnerte sich an die endlosen Winter: „Seit 2003 liefen die Umbauarbeiten. Die Raumplanänderungen waren heftig und für mich war es immer Winter.“

Nach Abschluss der Turnhallensanierung und dem Umbau des ehemaligen Direktorenhauses im Sommer 2012 werden 7,5 Millionen Euro verbaut sein. Davon entfallen 5,6 Mio. auf Mittel des Gebäudemanagements, 1,1 Mio. kommen aus dem Konjunkturpaket II, 750 000 Euro aus der Bildungspauschale sowie 70 000 Euro aus dem Mensen-Programm der Landesregierung.

Die vor vier Wochen gegründete Schulband rundete die Feier musikalisch ab.

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