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Sambatrasse: Nur eine kurze Verlängerung

Sambatrasse: Nur eine kurze Verlängerung

Die Stadt hat sich aus Kostengründen für die kleine Lösung entschieden. Wann Radler barrierefrei durchrollen können, ist unklar.

Elberfeld. Die Sambatrasse geht in die Verlängerung. „Wir wollen die Erweiterung, denn sie ist absolut sinnvoll“, betont Stadtsprecherin Martina Eckermann. Es liefen bereits Gespräche mit der Bahn über den Kauf von rund 100 Metern Resttrasse. Von dort sollen Fußgänger und Radler barrierefrei auf den Schwarzen Weg geführt werden. Aus Kostengründen hat sich die Stadt für die kleine Lösung entschieden. „Eine Weiterführung über die alte Trasse lässt sich nicht realisieren. Sie wäre viel zu aufwendig. Deshalb haben wir uns mit der Wuppertal-Bewegung auf den Kompromiss geeinigt“, sagt Martina Eckermann.

„Der Lückenschluss ist in jedem Fall sehr wichtig, denn damit gibt es eine bessere Anbindung an die Innenstadt als bisher“, berichtet Lutz Eßrich. Der zweite Vorsitzende der Wuppertal-Bewegung ist zuversichtlich, dass die Bahn bereit ist, sich von dem fraglichen Grundstück zu trennen. „Für das Unternehmen ist es nur ein totes Stück Wanderweg und damit wertlos. Die Verantwortlichen sind sicher daran interessiert, es der Stadt zu verkaufen.“

Bisher endet die Trassenverbindung zwischen Cronenberg und Elberfeld ziemlich abrupt an der Hindenburgstraße und vor dort geht es steil treppab. Einen stufenlosen Übergang könnte das nun geplante Zusatzstück ermöglichen. Es führt Radler um die enge und vielbefahrene Kurve des Schwarzen Weges und mündet dahinter erst auf die Straße ein, die dann weiter Richtung Innenstadt führt.

Peter Vorsteher von den Grünen begrüßt die Initiative der Stadt, auch wenn er sich eine große Lösung gewünscht hätte. „Die Trasse ist eine wichtige Verbindung von den Südhöhen nach Elberfeld. Eine Weiterführung bis zur Steinbeck wäre daher nach wie vor wünschenswert.“ Dafür fehlen allerdings die nötigen finanziellen Mittel.

Selbst die kurze Verlängerung sei bereits ein Kraftakt. „Das ist kein Förderprojekt, es steht kein zusätzliches Geld zur Verfügung. Wir müssen das Vorhaben aus dem laufenden Budget stemmen“, sagt Martina Eckermann. Sie kann noch keinen genauen Zeitpunkt für die Fertigstellung nennen. „Als vorbereitende Maßnahme legen wir im Winter das überwucherte Trassenstück frei. Nächstes Jahr möchten wir mit dem Wegebau beginnen und die Verbindung zum Schwarzen Weg auf zwei Meter verbreitern.“