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S 28: Wuppertaler Politik wünscht sich Nachbesserungen

Verkehr : Politik will Nachbesserungen für die Linie S28

Im Verkehrsausschuss wurde der fehlende Halt in Sonnborn bemängelt. Es gibt Hoffnung auf Elektrifizierung und neue Fahrzeuge.

Seit Dezember fährt die „verlängerte“ S 28 zwischen Wuppertal und Düsseldorf – mit dem neu eingerichteten Halt Haltepunkt Wuppertal-Hahnenfurth/Düssel. Einen ersten Bericht dazu nahm am Dienstag der Verkehrsausschuss zur Kenntnis. Heiko Meins (SPD) kritisierte dabei den fehlenden Halt in Sonnborn. Auch Verkehrsdezernent Frank Meyer sprach von einer unbefriedigenden Situation. Zum einen fahre die Bahn nicht so häufig wie ursprünglich angekündigt. Zum anderen monierte er ebenfalls den fehlenden Zwischenstopp. „Wer an einer S-Bahn-Haltestelle steht, kann da erwarten, dass da auch jede S-Bahn hält.“

Allerdings sei es für die Regiobahn als Betreiber auch nicht einfach. Die Lücken im Fahrplan stelle die DB zur Verfügung. „Da ist kaum reinzukommen“, so Meyer. Er hoffe – wie auch einige Ausschussmitglieder – auf die noch ausstehende Elektrifizierung und die Anschaffung neuer Fahrzeuge. Lorenz Hoffmann-Gaubig vom ADFC sieht ohne neue Kapazitäten bei den Fahrzeugen einen neuen Halt als illusorisch an.

Eine Frage warf Hans-Jörg Herhausen (CDU) in den Raum. Der ebenfalls in der Sitzung vorgestellten Langzeitplan des VRR für die S-Bahnen  hat auch eine Umstellung vom 20- auf 30-Minuten-Takt als Inhalt. Zukunftsmusik zwar, aber habe das Auswirkungen auf die Regiobahn und deren Fördergelder? Die seien, so Herhausen, ja auch geflossen mit Hinblick auf den 20-Minuten-Takt. Müsse man die unter Umständen zurückzahlen? Das, so hieß es aus der Verwaltung, sei eher unwahrscheinlich, da die Regiobahn ja nichts dafür könne.

Am 13. Dezember vergangenen Jahres war das neue Teilstück zwischen Mettmann-Stadtwald und Wuppertal-Vohwinkel eröffnet worden. Der Lückenschluss war lange gefordert worden. Bereits 1998 gab es Gespräche. Die Arbeiten kosteten rund 100 Millionen Euro und hatten sich mehrfach verzögert. Unter anderem musste ein neuer Haltepunkt Hahnenfurth/Düssel eingerichtet werden. Voraussichtlich bis Ende 2026 - bis zu diesem Zeitpunkt soll die Elektrifizierung der Strecke der S28 abgeschlossen sein - wird die Verlängerungsstrecke laut Regiobahn montags bis freitags tagsüber in einem angenäherten 20-/40-Minuten-Takt bedient, abends und an den Wochenenden in einem angenäherten 30-Minuten-Takt.

Nachdem zum Start im Dezember zunächst in Düsseldorf Endstation war, fährt die Bahn seit einigen Wochen die komplette Strecke bis Kaarster See. Im Westen ist übrigens auch eine Verlängerung der Strecke im Gespräch, wenngleich noch mehr als Idee. Statt wie bisher nur bis Kaarster See soll die S 28 in Zukunft bis Mönchengladbach fahren. est