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Röttgen: Neues Pflegeangebot für ältere Mieter

Röttgen: Neues Pflegeangebot für ältere Mieter

Dank einer Kooperation von GWG und Rotkreuzschwestern können Senioren länger eigenständig wohnen und sind gut versorgt.

Röttgen. Rund 40 Prozent der 6400 GWG-Mieter sind über 60 Jahre alt — Tendenz steigend. „Das ist eine Aufgabe, der sich jede moderne Wohnungsbaugesellschaft stellen muss“, sagt GWG-Geschäftsfüjrer Harald Röllecke. Deshalb gibt es jetzt in der Siedlung am Röttgen ein neues Zusatzangebot für ältere Mieter: 2009 kam es zu einer Kooperation zwischen den „rotkreuzschwestern mobil“ und der GWG, gestern wurde der zweite Pflegestandort der beiden Partner eingeweiht.

Mit einem Pflegeangebot vor Ort können sich die Senioren darauf verlassen, dass sie im Alter weiterhin eigenständig wohnen können und gut versorgt sind. Rund um die Uhr ist eine Krankenschwester erreichbar. Die sechs Schwestern, die im Wechsel Dienst haben, bieten das gesamte Repertoire der ambulanten Pflege an. Medikamentengabe, Verbandswechsel und Körperpflege gehören dazu, aber auch die Begleitung zu Arztbesuchen. Auch hauswirtschaftliche Dienstleistungen werden angeboten. Abgerechnet wird ganz normal über die Kassen.

Bezahlt werden nur die Hilfen und Dienstleistungen, die tatsächlich in Anspruch genommen werden, es gibt keine Betreuungspauschale. Insgesamt können 25 bis 30 Mieter gepflegt werden.

Im Unterschied zu anderen Anbietern sind die Schwestern zu Fuß unterwegs. „Wir sind jeden Tag in der Siedlung. Die Vertrauensbasis ist größer, weil wir ständig Bewohner treffen“, sagt Kerstin Wülfing, Geschäftsführerin der Rotkreuzschwestern. Das Konzept hat sich bereits am Domagkweg bewährt.

Am Röttgen 120 wurden drei Wohnungen für 200 000 Euro barrierefrei und behindertengerecht umgebaut. Zwei Wohnungen wurden zu einem Mietercafé zusammengelegt, dort können sich die Mieter aus dem Viertel zum gemeinsamen Frühstück, zu Spielenachmittagen oder Gedächtnistrainings treffen, betreut wird das Café von den Rotkreuzschwestern. Die zweite Wohnung beherbergt den eigentlichen Pflegestandort, wo es auch eine kostenlose Beratung für die Hilfsangebote zu Hause gibt. In einem Zimmer können Pflegegäste kurzfristig unterkommen, etwa wenn ein Mieter nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht fit genug ist, um in die eigenen vier Wände zurückzukehren.