Wuppertal: Restaurant-Day: Manga-Figuren servieren Köstlichkeiten

Wuppertal: Restaurant-Day: Manga-Figuren servieren Köstlichkeiten

Zum sechsten Mal fand der Restaurant-Day am Arrenberg statt.

Arrenberg. Freunde, Nachbarn und Besucher aus anderen Stadtteilen konnten sich am Samstag am Arrenberg beköstigen lassen: Für ein paar Stunden boten sieben private Popup-Restaurants die unterschiedlichsten Speisen an — von italienischem Fingerfood bis zum herbstlichen Sechs-Gänge-Menü. Zum zweiten Mal dabei war das Cosplay-Café in der Bayer-Sporthalle, in dem zwölf Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren, verkleidet als Figuren aus den japanischen Comics (Mangas) und Trickfilmen (Anime), asiatische Spezialitäten servierten.

Die Tische hatte das junge Team bereits letztes Jahr aus Euro-Paletten gefertigt. Für fernöstliches Flair sorgten die Banner diverser Trickfilm-Helden und natürlich die fantasievollen Kostüme. „Wir stellen heute unsere liebsten Anime- und Manga-Charaktere dar“, erklärte Organisator Cedrik Walter (16). So waren beispielsweise Levi aus der Serie „Attack on Titan“ und Wendy aus „Fairy Tale“ vor Ort.

Die Idee für das Cosplay-Café sei im letzten Jahr aufgekommen, erklärt er. Sein Vater, Vorsitzender des Vereins ,Aufbruch am Arrenberg’, hatte ihn nach einer Idee für den Restaurant Day gefragt. Er habe dann mit acht Leuten im Kostüm Waffeln gebacken. Dieses Jahr servierten sie Sushi, Wokgemüse und Dangos, ein Dessert aus Reismehl.

Cedrik ist begeisterter Cosplayer: „Man verlässt die reale Welt und begibt sich auf eine Reise in die eigene Fantasie“, erklärt er. Leyla Babon (16) trägt ein klassisches Hausmädchen-Kostüm, das in der Szene sehr beliebt ist. Sie war dieses Jahr in der Küche im Einsatz.

Die Besucher schätzen das temporär geöffnete Café. Lehrerin Evi Kasper lobt besonders die Organisation: „Ich finde das super hier. Die jungen Leute, die teilweise auch Schüler von mir sind, zeigen sich sehr engagiert und ich bin beeindruckt von der guten Teamarbeit. Zudem ist es schon herausfordernd, dass der Sushi-Reis gelingt. Richtig klasse.“

Ivonne Montoya hat schon Erfahrung mit der japanisch beeinflussten Subkultur gemacht. „Unsere Kinder cosplayen auch und wir bekommen das immer mit, wenn sie auf Conventions fahren. Die Jugendlichen hier lassen sich immer etwas Neues einfallen. Auch dieses Jahr sind die Speisen lecker und wir haben alles ausprobiert.“

Andere Anwohner sind ebenfalls angetan. „Ich finde das ausgesprochen originell mit den netten asiatischen Figuren. Die Idee ist sehr gut, die belebt das Viertel“, sagt Besucherin Hedwig Köppchen.

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