1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Stadtteile
  4. Elberfeld

Rathaus Elberfeld: Nur noch ein Leerstand

Rathaus Elberfeld: Nur noch ein Leerstand

Ein Ladenlokal ist noch zu vermieten. Saniert wird bald die Nordfassade.

Elberfeld. Es dürfte eine der langwierigsten Baustellen in Wuppertal sein: Die Sanierung des Verwaltungshauses am Neumarkt, vielen Wuppertalern besser bekannt als das Rathaus Elberfeld. Seit 2006 kümmert sich das Gebäudemanagement (GMW) in mehreren Bauabschnitten um das Denkmal — und wird bis zur Fertigstellung gut zehn Millionen Euro investiert haben.

Bis 2008 wurde in einem ersten Abschnitt die Fassade oberhalb des Ratskellers (Maredo) saniert. Den Abschluss am Verwaltungshaus bildet der Innenhof „mit schönem Uralt-Kopfsteinpflaster“, den viele Wuppertaler gar nicht kennen werden, vermutet Thorsten Wagner vom Gebäudemanagement. Spätestens 2019 soll das Rathaus dann wieder komplett neuem Glanz erstrahlen, sagt Thomas. In der Vergangenheit war deshalb auch des öfteren schon mal von einem Wettrennen mit der Döppersberg—Baustelle die Rede.

Momentan liefen Fassadenarbeiten, erklärt der GMW-Mann. Mit der Ostseite sei das Gebäudemanagement so gut wie fertig. „Türen und Fenster sind durch.“ Auch der letzte Leerstand in der Ladenzeile soll bald vergeben sein. Wagner ist optimistisch, dass noch bis Ende des Monats ein Nachfolger für Freaky & Nuts Style gefunden ist. Das Bekleidungsgeschäft war während der Arbeiten aus- und mittlerweile in die Rathaus-Galerie eingezogen. Der neue Mieter wird wahrscheinlich auch aus dem Einzelhandel kommen, verrät Wagner. Für das 500 Quadratmeter große Ladenlokal habe es auch Interessenten aus der Gastro-Szene gegeben. „Da gab es aber viele Auflagen“, so Wagner. Auch eine Nutzungsänderung wäre notwendig gewesen.

Als nächstes werde jetzt die Nordfassade saniert, von der Friedrichstraße bis zum Willy-Brandt-Platz. Dabei wird aber vieles gar nicht vor Ort, sprich in Elberfeld erledigt. Um die Ziergiebel, die bis zu 1,6 Tonnen schwer sind, kümmert sich ein Steinmetz aus Bamberg, der auf solche Arbeiten spezialisiert sei, so Wagner. „Die müssen wir deshalb abbauen.“ Das sei auch der einzige Grund, warum demnächst an der Seite des Rathauses ein Gerüst und ein Baustellenaufzug aufgestellt werden müssen.

Im kommenden Jahr ist dann das Dach an der Reihe. Neue Schindeln seien fällig, kündigt Wagner an. „Die Eindeckung wird neu gemacht.“