Ostersbaumer haben viele Fragen an Wuppertals OB Andreas Mucke

Zuhör-Tour : Anwohner am Ostersbaum haben viele Fragen an OB Mucke

Neues Paketzentrum und Parkverhalten bestimmten den Abend.

. Im Rahmen seiner „Zuhör“-Tour machte Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) am Donnerstag am Ostersbaum Halt. An einen Spaziergang durch den Stadtteil schloss sich eine Diskussion mit Anwohnern im Nachbarschaftsheim an. „Lange Vorträge soll es hier keine geben“, kündigte Michael Telian, Büroleiter Muckes, an. Und so entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

Die Bürger hatten zahlreiche Probleme aus dem Quartier mitgebracht. Allen voran das Thema Parken. So beklagten die Anwohner, dass die Gehwege oft durch Fahrzeuge blockiert würden. Dadurch sei es an vielen Stellen im Viertel für Fußgänger unmöglich die Wege zu benutzen. Teilweise müssten sich die Passanten an den Hauswänden entlang quetschen.

Ebenso prekär sei die Zahl der Geldautomaten. Aktuell gebe es keinen einzigen Bankautomaten am Ostersbaum, so der Tenor. Die nächstgelegenen befänden sich in der Innenstadt, beziehungsweise in den Supermärkten. „Wir werden diesbezüglich mal mit der Sparkasse reden“, versicherte Mucke.

Als problematisch bezeichneten die anwesenden Bürger auch die fehlende gesundheitliche Nahversorgung. Die Stadt könne den Ärzten und Apothekern aber nicht vorschreiben, wo sie behandeln sollen, entgegnete Mucke. „Die sind leider nicht in unserem Steuerungsbereich.“

Eine Busverbindung
ins Viertel ist nicht möglich

Viele Bürger stört zudem die fehlende Busverbindung in das Viertel. Mucke stellte klar, dass es unmöglich sei, durch die vielen engen Straße eine Buslinie zu führen. Eine mögliche Lösung haben einige da aber schon selbst gefunden: Fahren per Anhalter. Nur für einen besseren Ablauf würde es natürlich mehr Kommunikation etwa unter Nachbarn gebraucht.

Neben kaputten Straßen und umherliegendem Müll war auch das neu entstehende DHL-Paketzentrum an der Schwesterstraße (die WZ berichtete) ein bestimmendes Thema. Viele Anwohner sind unzufrieden, dass der Markt, der bislang mittwochs und samstags stattfand, nicht mehr da ist. Störend sei auch der Lärm von Postautos, fügt ein Teilnehmer hinzu. Mucke sehe das von zwei Seiten, meint er. „Durch das Zentrum werden auch rund 120 Arbeitsplätze geschaffen“, betont er.

In der Diskussion wurden auch Themen angesprochen, die an sich außerhalb des Quartiers liegen. Der Trassenausbau etwa oder der Stand beim Freibad Mirke. Ein Inhaber eines Straßen-Lokals in der Innenstadt beschwerte sich zudem über zu wenig Ausbaumöglichkeiten im Außenbereich. So hätten Gäste, die im Sommer draußen sitzen wollen, kaum Möglichkeiten. Mucke bemühe sich um eine Lösung. „Ich kann aber nichts versprechen“, ergänzt er.