Ölbergfest: Viel Lob und ein Vereinsaustritt

Ölbergfest: Viel Lob und ein Vereinsaustritt

Lutz Griebel stört sich an der Dimension. Polizei zieht positive Bilanz.

Nordstadt. Nach dem Ölbergfest am Samstag gab es viel Lob für die Organisatoren. Michael Schmidt, Leiter der Polizeiwache am Hofkamp beispielsweise sagt: „Das sind zwar viele Menschen auf engem Raum gewesen, aber alles war friedlich.“ Sein Fazit: „Eine Superveranstaltung.“

Foto: Archiv

Das sieht Lutz Griebel anders. Er hat am Dienstag gegenüber der WZ bestätigt, dass er sich das letzte Mal an der Organisation des Festes beteiligt habe, und kündigte seinen Austritt aus dem Verein Unternehmer/innen für die Nordstadt an.

Griebel — er gehört seit 2005 zu den Ölbergfest-Organisatoren — stört sich an der Dimension des Festes und prangert das „Aggressionspotenzial“ an. Insbesondere nach dem offiziellen Ende der Großveranstaltung mit mehreren zehntausend Besuchern habe es nach Mitternacht Schlägereien gegeben. Die Polizei kann das bislang nicht bestätigen.

Griebel bleibt aber dabei: „Das Ölbergfest ist einfach zu groß geworden.“ Insbesondere im bereich Otto-Böhme-Platz und Gertrudenstraße sieht er ein Gefahren potenzial, für das er nicht mehr gerade stehen will. 2012 — das Ölbergfest steigt alle zwei Jahre — habe er sich noch der Mehrheit im Verein gebeugt, das wolle er jetzt nicht mehr. Griebel: „Es war eine Superzeit, aber für mich ist das vorbei.

Uwe Peter vom Organisationsteam konterte am Dienstag die Griebel-Kritik: „Schade, dass er so aus unserem Verein aussteigt.“ Seine Sichtweise auf das Fest könne er nicht teilen. Peter: „ Ich glaube, dass wir einen gelungenen Spagat zwischen Nachbarschaftsfest und Stadtfest hinbekommen haben.“ Und: In zwei Jahren soll es wieder ein Ölbergfest geben.

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