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Nach dem Hochwasser brodelt es an der Mirke

Nach dem Hochwasser brodelt es an der Mirke

Während die Ursache für die große Schlammflut gefunden ist, sorgt sich der Stadtteil nun um die Zukunft seines beliebten Freibads.

Uellendahl. Alles gesperrt, alles verlassen, und im großen Schwimmbecken steht das dunkle Wasser wie in einem alten Baggersee. Nicht nur bei diesem Anblick blutet den Freunden des Freibads Mirke das Herz: Die WZ-Nachricht, dass ein fahrlässig montiertes Blech den Wasserablauf oberhalb des Bachs blockiert hat, dürfte im Stadtteil für weiteren Ärger sorgen.

Während die Frühschwimmer zum Teil in Fahrgemeinschaften andere Bäder ansteuern, geht die Stadt von Reparaturkosten in Höhe von gut 20.000 Euro aus - sollte es im verschlammten Bad nicht noch weitere böse Überraschungen geben - etwa durch völlig verstopfte Abflusskanäle oder an der Schwimmbeckenfolie. "In dieser Saison wird der Badebetrieb nicht mehr aufgenommen", heißt es in einer Stellungnahme der Stadt.

Die Schäden werde man im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für die Saison 2009 beseitigen - voraussichtlich im März. Damit widerspricht das Presseamt gleichzeitig auch Befürchtungen, das alte Freibad könne "bei dieser Gelegenheit gleich ganz geschlossen werden", wie es Anwohner Manfred Schlingensiepen formuliert.

Die Regenflut am vergangenen Wochenende habe geklungen wie der "Rheinfall bei Schaffhausen", meint ein anderer Kleingärtner mit Blick auf den Teich oberhalb des Bads. Dort wurde gestern zumindest eine erste Blockade entfernt, worauf hin Wassermassen aus dem Teich in den vorgesehenen Kanal strömten - und nicht ins geschlossene Mirker Bad.

Im Rahmen von WZ-Mobil gibt es am kommenden Freitag, 8.August, von 14 bis 15 Uhr eine Umfrage vor dem Freibad Mirke.