Mit Leib und Seele Feuerwehrmann

Ralf Bröschet leitet seit Anfang des Jahres offiziell den Löschzug und wünscht sich noch mehr Freiwillige bei der Feuerwehr.

Dönberg. „Feuerwehr ist etwas ganz eigenes. Die Offenheit und Kameradschaft finde ich gut.“ Ralf Bröschet muss schon einen Moment überlegen, warum er Freiwilliger Feuerwehrmann geworden ist. Leichter fällt ihm die Erklärung, warum er seit Dezember 2013 Chef des Löschzugs Dönberg ist. „Man wächst in die Aufgabe hinein und übernimmt nach und nach immer mehr Aufgaben“, sagt er. Dieses Hineinwachsen begann im Jahr 1980.

„Damals bin ich einfach mit einem Freund mitgegangen, der Jugendfeuerwehrmann werden wollte“, erinnert sich Bröschet. Das war noch vor der offiziellen Gründung der Jugendfeuerwehr Dönberg. Dann ist er dabei geblieben. „In der Jugendfeuerwehrzeit sind dicke Freundschaften entstanden, die bis heute halten“, erzählt er. Nach der Jugendfeuerwehrzeit folgte die Grundausbildung für den Einsatzdienst und die weitere Ausbildung bis zum Gruppenführer. „In der Zeit war ich auch einige Jahre Ausbilder in der Jugendfeuerwehr. Später hat mir die Löschzugführung dann eine ganze Reihe interner Organisationsaufgaben übertragen“, erzählt Bröschet. Dazu gehörten auch die Feuerwehrfeste, Tage der offenen Tür und die Weihnachtsfeier.

Im Jahr 2009 wurde er stellvertretender Löschzugführer. „Der Zugführer-Lehrgang an der Feuerwehrschule in Münster im gleichen Jahr war eine harte Nuss“, erinnert er sich. Neben der praxisbezogenen Ausbildung, die das Leiten auch größerer Einsätze zum Thema hat, habe sehr viel Verwaltungs- und Rechtstheorie das Lernen schwer gemacht.

Bei der Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr erfolgte dann auf Wunsch seines Vorgängers Peter Schnell der Stabwechsel zum Zugführer. Seit Anfang des Jahres leitet Bröschet den Löschzug offiziell gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dominik Stiens.

Fragt man nach außergewöhnlichen Einsätzen, muss Ralf Bröschet nicht lange nachdenken. „Einer war ein Klassiker: Ein Blitzeinschlag in einem Bauernhaus vor zwei Jahren. Glücklicherweise haben wir in Dönberg aber wenig große Einsätze“, sagt er. Spuren hat jedoch ein Einsatz in Barmen hinterlassen. „Ich war mit einem Kameraden in einer brennenden Halle im Einsatz. Als wir Risse in der Decke bemerkten, sind wir rausgelaufen. Nur Augenblicke später stürzte die Decke mit einem lauten Knall ein“, erinnert er sich noch sehr genau.

Im Juli 2013 war Bröschet als Zugführer mit der 5. Einsatzbereitschaft der Bezirksregierung Düsseldorf vier Tage lang als Helfer im Hochwassergebiet um Magdeburg im Einsatz. „Für die üblichen Aufgaben am Dönberg sind wir personell und technisch gut ausgerüstet. Wir würden uns aber über noch mehr Leute freuen, die in die Feuerwehr eintreten“, wünscht sich der Löschzugführer für die Zukunft.