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Mit dem Einkaufszentrum Röttgen geht es aufwärts

Mit dem Einkaufszentrum Röttgen geht es aufwärts

Die Zahl der Leerstände ist gesunken, der Wochenmarkt hat sich bewährt.

Uellendahl. Dass es im Einkaufszentrum (EKZ) Röttgen, wie der Komplex aus Geschäftslokalen und Wohnungen offiziell heißt, Leerstände gibt, ist bekannt. Doch sie fallen auf den ersten Blick gar nicht mehr so auf. Zum einen, weil die Zahl gesunken ist. „Zum anderen, weil die Eigentümer versuchen, die Lokale lebendig wirken zu lassen“, sagen Wolfgang Kuß, Jarl Georg Knobloch und Wolf Wehking vom Eigentümerbeirat. 34 Gewerbeeinheiten (Reisebüro, Kiosk, Friseur und andere) gibt es derzeit — neun stehen leer. „Es war mal weitaus schlimmer“, sagen die Drei, die hoffen, dass in Zukunft weitere Leerstände wegfallen.

Ein Problem sei gewesen, dass ein Teil der Objekte unter Zwangsverwaltung stand und immer als Einheit angeboten wurde. So gab es zum Beispiel einen Zahnarzt, der Interesse gehabt hätte, im EKZ eine Praxis zu eröffnen. „Doch er hätte ein zweites Ladenlokal dazu nehmen müssen. Was hätte er damit anfangen sollen?“

Jetzt habe man beim Gericht erreicht, dass auch einzelne Lokale verkauft werden. Für 10.000 bis 20.000 Euro pro Objekt. Außerdem sei, so Wehking, ein Konzept in Arbeit: Vermieten statt versteigern. „Es bewegt sich was“, sagt der Eigentümerbeirat, der in dieser Besetzung seit drei Jahren im Amt ist.

Das Einzugsgebiet des EKZ umfasse 4000 bis 5000 Uellendahler. Im Komplex selbst gibt es 79 Wohneinheiten, bis auf vier seien alle belegt. Erfolgreich laufe auch seit Mitte 2013 der Wochenmarkt vor dem Hallenbad. „Wir haben immer freitags fünf Stände, und die werden gut angenommen.“

Doch es gibt auch die „Sorgenkinder“. Die ehemaligen Räume der Stadtteilbibliothek, die ins Gebäude des Hallenbades umgezogen ist, stehen weiterhin leer. Und auch für den ehemaligen Nahkauf-Markt, der vor gut zehn Jahren seine Pforten schloss, gibt es keine Interessenten. Dabei sei die Größe kein Problem. Auf gut 900 Quadratmetern käme man im EKZ-Markt, so Knobloch. Das dürfte seiner Meinung auch für Discounter reichen. Ein Problem sei für die aber eher die schwierige Parkplatzsituation.

Lob gibt es auch von Anwohner Karl Wessel. „Die Leerstände sind schlimm, weil sie auch die anderen Eigentümer Geld kosten. Doch die Ansätze des neuen Eigentümerbeirats sind vernünftig. Der Markt freitags ist eine Bereicherung.“ Vielleicht, so Wessel, gebe es in Zukunft ja auch weitere andere Veranstaltungen.