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Wuppertaler Laurentiusplatz wird zum Open-Air-Lokal: Mehr als 100 Menschen beim Luisenbrunch

Wuppertaler Laurentiusplatz wird zum Open-Air-Lokal : Mehr als 100 Menschen beim Luisenbrunch

Treffpunkt Laurentiusplatz: Jeder bringt etwas mit — der Rest ergibt sich.

Elberfeld. Zusammen sitzen, plauschen, frühstücken — und das bei strahlendem Sonnenschein auf dem Laurentiusplatz. Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht, einige auch Picknickdecken, die sie zwischen den Biergarnituren ausgebreitet haben. Der Luisenbrunch fand am Samstag zum ersten Mal vor der Laurentiuskirche statt. Organisiert hat die Veranstaltung Guido Gallenkamp in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Laurentius. „Es ging mir darum, eine Begegnung im Viertel herzustellen, ohne einen riesen Aufwand zu betreiben“, sagt Gallenkamp. Großen Aufwand hat es freilich nicht gebraucht: Die Kirchengemeinde stellte Biergarnituren auf, es wurde Kaffee ausgeschenkt — der Rest funktionierte von alleine.

Jeder hat etwas mitgebracht, es wird untereinander getauscht und geteilt. Über 100 Leute sind gekommen. „Die Leute kennen den Charme des Luisenviertels. Der muss aber weiter gepflegt werden“, sagt Pfarrer Bruno Kurth.

Auch die Teilnehmer sind zufrieden. „Das Wetter ist schön, die Atmosphäre entspannt“, sagt Antonia auf dem Graben. Sie ist mit ein paar Freunden da, auf dem Tisch Brötchen, Marmelade, Obstsalat und alles, was zum Frühstücken eben so dazu gehört. Vor allem die Mischung der Altersgruppen gefalle ihnen gut. „Das einzige, was mir vielleicht fehlt, ist Musik“, sagt Leonie Reise. Doch das sei, so Gallenkamp, mit mehr Aufwand verbunden.

Etwas Ausgefallenes hat Birgit Liljestrom mitgebracht: Bananenpfannkuchen nach einem karibischen Rezept. Auch ihr gefällt die lockere, zwanglose Stimmung. „Es ist so eine Kaffeehaus-Atmosphäre, die den Platz belebt.“ Ihr Freund Stephan Mildner findet gut, dass der Brunch ohne öffentliche Absprachen organisiert wurde. „Es ist eine schöne Gegenströmung zu dem, was auf öffentlichen Plätzen wie dem Berliner Platz in Oberbarmen passiert.“

Guido Gallenkamp kann sich durchaus vorstellen, die Aktion aufgrund der guten Resonanz zu wiederholen. Vor allem habe sie Menschen aus ganz Wuppertal zusammengebracht — von Unterbarmen bis nach Cronenberg.