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Lob und Tadel für den Elberfelder Lichtermarkt

Lob und Tadel für den Elberfelder Lichtermarkt

Beim WZ-Mobil diskutiertendie Besucher über die Attraktivität des Elberfelder Lichtermarktes.

Elberfeld. Rund 200 Interview-Einsätze, 13.000 Meinungen, Daten über rund 1000 Weihnachtsmärkte. In einer Studie der Fachhochschule Südwestfalen haben Studierende unter Anleitung von Professor Gunther Bamler Daten über die deutschen Weihnachtsmärkte erhoben. Knappes Fazit über den Elberfelder Lichtermarkt: Wenig gemütlich, wenig Angebote, wenig attraktiv. Doch wie sehen das die Besucher des Lichtermarktes? Beim WZ-Mobil haben die Besucher am Mittwoch ihr Urteil abgegeben.

Das Fazit der Studie für den Lichtermarkt teilt Besucherin Karin Sieben nicht: „Schlecht halte ich für übertrieben. Ich würde sagen der Markt ist mittelmäßig“, sagt die Grevenbroicherin. Sie besucht jedes Jahr auch die Weihnachtsmärkte in Köln, Düsseldorf oder Essen. „Vom Angebot her ist es hier wie in den anderen Städten.“ Alina Wiesemann und Sina Oeler finden die Auswahl eher mager. „Es gibt nur Fressbuden — das ist einfallslos“, sagt Sina Oeler. „Wir gehen lieber,wo anders hin. Zum Beispiel nach Essen“, fügt ihre Freundin Alina hinzu. „Hier ist ja hauptsächlich nur Verkauf. Ich finde, es könnten mehr Schausteller oder Gaukler sein. Der Mittelaltermarkt auf dem Laurentiusplatz ist ja etwas klein“, sagt Martin Böse. Seine Tochter Lena (12) geht in der Regel gerne auf den Markt. Die süßen Stände locken sie jedes Jahr aufs Neue: „Ich habe mir schon bunte Gummischlangen gekauft.“ Siegrid Schulze ist zufrieden mit dem Angebot: „Das ist doch alles schön hier mit den kleinen Büdchen.“

Auch bei der Anordnung und Platzierung der Stände gehen die Meinungen auseinander. „Der Weihnachtsmarkt ist schon nicht verkehrt. Die Anordnung ist gut. Ich mag es, dass die Buden immer nur auf einer Seite stehen. Da kann man dann gut auf einer Seite runtergehen und muss nicht immer auf beiden Seiten schauen“, sagt Carmela Migliore. Andere Besucher sehen das als Nachteil: „Wir finden, dass der Weihnachtsmarkt zu weit auseinander gezogen ist. Da hat man gar nicht das Gefühl, dass es zusammengehört. Der Weihnachtsmarkt in Dortmund als Beispiel ist viel größer und da ist alles zusammen, das ist schöner“, sagen Aileen und Marleen Vorberg.

Die Atmosphäre bewerten die Besucher ebenfalls unterschiedlich. „Mir gefällt es hier. Es kommt Weihnachtsstimmung auf, das ist positiv“, sagt Christian Thiel aus Gevelsberg. Alteingesessene Elberfelder teilen diese Meinung nicht. „Es ist nicht gemütlich hier. Ich würde mir einen Weihnachtsmarkt an einem zentralen Ort wie den Laurentiusplatz wünschen“, sagt Udo Kleffmann. Seine Frau Elke ergänzt: „Der Lüntenbecker Weihnachtsmarkt ist trotz Eintritts immer überfüllt. Er ist einfach gemütlicher, zentraler und schöner.“