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Kirchhofstraße: Wird die Brücke erst 2018 saniert?

Kirchhofstraße: Wird die Brücke erst 2018 saniert?

Andere Arbeiten gehen vor: Erst 2016 werden laut Stadt überhaupt finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Sonnborn. Für die Sonnborner ist es eine bittere Pille: Voraussichtlich weitere drei bis vier Jahre müssen sie nach jüngster Aussage der Stadt noch mit der Sperrung der Brücke Kirchhofstraße leben. Die finanziellen Mittel werden durch die Priorität anderer Maßnahmen erst 2016 zur Verfügung stehen. Zusammen mit der anschließenden Ausschreibung ist die Erneuerung dann eher 2018 wahrscheinlich.

Das marode Bauwerk verläuft über den Bahngleisen und ist für Fahrzeuge bereits seit Ende 2012 nicht mehr passierbar. Immerhin kann die Brücke durch einen Teilabriss von Fußgängern benutzt werden. Die Situation bedeutet vor allem für die Bewohner der parallel zur Kirchhofstraße verlaufenden Garterlaie viel Verkehr. Auch nicht wenige Lastwagen nutzen die Strecke als Ausweichverbindung zum Industriegebiet am Deutschen Ring.

„Es ist schwer vorstellbar, dass die Sperrung noch so lange anhalten soll“, ärgert sich Lothar Santer. Er ist vor sieben Jahren an die Kirchhofstraße gezogen und hatte das Problem bereits in einem ausführlichen Schreiben an die Stadtspitze geschildert. „Wir wurden lange mit der Situation alleingelassen“, kritisiert Santer. „Untragbar“ findet auch Michael Klein von der Garterlaie die Auswirkungen der Brückensperrung. „Während der Hauptverkehrszeiten kommen wir manchmal überhaupt nicht aus unserer Garage.“ Die relativ schmale Straße sei für so viele Fahrzeuge und besonders den Schwerlastverkehr nicht ausgelegt. Sorgen macht den Bürgern die zusätzliche Belastung an der Eisenbahnbrücke Garterlaie. Auch hier werden Schäden befürchtet.

„Wir haben das im Blick, und bisher gibt es dafür keine Anzeichen“, erklärt Sprecherin Martina Eckermann von der Verwaltung. Sie hat Verständnis für den Bürgerärger, verweist aber auf die grundsätzliche Problematik der Eisenbahnbrücken im Tal. Durch die Schenkung des Bundes und die hohen Folgekosten habe die Stadt hier eine schwere Hypothek übernommen.

“ Am kommenden Dienstag, 14 Uhr, steht das WZ-Mobil an der Kirchhofstraße