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Kinder auf Fotomarathon rund um die Kaiserhöhe

Kinder auf Fotomarathon rund um die Kaiserhöhe

Schüler der Grundschule am Nützenberg mussten sieben fotografische Aufgaben absolvieren.

Nützenberg. Die Rucksäcke sind voll gepackt, die Schilder mit den Startnummern und den sieben Aufgaben sind verteilt — es kann losgehen. Mit 45 weiteren Kindern des offenen Ganztages der Grundschule am Nützenberg hat sich auch David Bürger (8) an seinem freien Samstag in der Schule eingefunden. Der Grund ist einfach, aber richtig spannend: Es findet der erste Kinderfotomarathon statt.

„Heute Morgen haben Mama und ich einfach alles eingepackt, was wir vielleicht so brauchen könnten“, erzählt er. Zwei Rucksäcke, gefüllt mit Essen und Trinken, Stöcken, Murmeln, Spielzeugfiguren, künstlichen Blumen und vielem mehr sind es geworden. Am wichtigsten ist aber die Kamera — heute darf David sogar die kleine Digitalkamera von seiner Mutter Petra Schonebeck benutzen.

Noch einmal werden alle Kinder und Eltern in Gruppen zusammengetrommelt und die Organisatoren geben letzte Anweisungen: „Nur ihr entscheidet, was auf die Bilder kommt und macht die Bilder. Für heute sind eure Eltern eure Assistenten. Ihr dürft ihnen sagen ‘Heb das mal auf’ oder ‘Halt mal die Kamera’, aber sonst müssen die heute die Klappe halten und arbeiten, bis sie umfallen.“ Dann geht es endlich los.

Auf dem Weg zur Kaiserhöhe wird schon am ersten Motiv gearbeitet: „Die Startnummer darstellen“. David hat schnell eine Idee: Er will seine Zahl, die Zwölf, mit bunten Murmeln legen. Auf einem bemoosten Baumstumpf macht er das erste Foto. So ganz zufrieden ist er aber noch nicht. Auf dem Spielplatz wird die Zahl gleich noch auf zwei anderen Untergründe gelegt, denn löschen kann man später immer noch.

Gleich nebenan dirigiert Lilli ihre Familie herum und sorgt für in Zahlen auf dem Boden liegende Geschwister — überall knipsen Kinder. Mit dem ersten Thema im Kasten muss bei David nun die nächste Idee zu „Tatata — wir sind da“ her. Kommt der Hase zum Einsatz? Oder die Zwerge in einem Maulwurfhügel? Am Ende werden es nach vielen Versuchen die Narzissenspitzen im Restschnee, farblich aufgepeppt durch Fliegenpilzfiguren aus dem Rucksack. Die Zwerge ‘verbaut’ David aber gleich in der nächsten Aufnahme mit dem Motto „Schau hier wohnen wir“.

Mit den ersten Bildern im Kasten, wird es langsam stressig. Sieben Mal Ideen finden und ein tolles Foto knipsen ist anstrengend. Mama Petra fällt es zunehmend schwer, David einfach machen zu lassen und David hat immer weniger Lust. Aber nach einigem Hin und Her, viel Probieren und zwei Stunden später sind auch die letzten vier Bilder im Kasten und erleichtert geht es zurück zum Weyerbuschturm und zum Bildereinreichen.

Nächste Woche, so erzählt Organisatorin Annemarie Kuhn vom Kinderfotoprojekt, werden alle Bilder dann von einer Jury aus Experten und einer Kinderjury gesichtet und beide Jurys wählen jeweils ihre Erstplatzierten, die eine neue Digitalkamera gewinnen.